Auf Kante gebügelt: Fahreindrücke im VW Jetta
Kein DCC-Fahrwerk
Das Fahrwerk entspricht im Wesentlichen dem des VW Golf, wirkt auf uns aber eine Spur komfortabler. Dabei ist der Jetta aber nicht weich zu nennen und wankt in Kurven durchaus nicht zu weit nach außen. Vorne arbeitet die übliche McPherson-Achse, hinten kommt eine Mehrlenkerachse zum Einsatz – anders als bei der US-Version, wo eine kostengünstigere Verbundlenkerhinterachse verwendet wird. Das für den Golf angebotene DCC-Fahrwerk mit geregelten Stoßdämpfern wird nicht angeboten. Die Ausstattungsstufen heißen Trendline, Comfortline und Highline. Die Basisversion bietet das übliche Sicherheitspaket aus sechs Airbags und ESP. Elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Klimaanlage und Zentralverriegelung sind ebenfalls Serie.
Ab 20.900 Euro
So ausgerüstet, kostet unser Jetta 1.2 TSI mit 105 PS 20.900 Euro. Damit ist er über 2000 Euro teurer als der VW Golf. Ein CD-Radio kostet 485 Euro Aufpreis, Parkpiepser für vorn und hinten 540 Euro. Die günstigsten Alternativen zum Jetta 1.2 TSI sind der Chevrolet Cruze 1.6 oder der Mitsubishi Lancer 1.6 (beide ab 14.990 Euro), der Suzuki SX4 1.6 (ab 16.900 Euro), der Renault Fluence 1.6 ab 17.950 Euro und der viertürige Mazda 3 1.6 für 20.190 Euro. Einen Skoda Octavia 1.2 TSI, der wie ein Stufenheckauto aussieht, auch wenn er eine große Heckklappe besitzt, ist ebenfalls schon ab unter 17.000 Euro zu haben. Damit ist der VW das teuerste Angebot, was allerdings auch daran liegt, dass es nur von günstigeren Importeursmarken überhaupt Stufenheckautos gibt. Die notorischen Golf-Konkurrenten Opel Astra und Ford Focus gibt es nicht als viertürige Stufenhecklimousinen. Grund: Der Markt für diese Karosserieform ist rückläufig, allerdings nur in Deutschland. Weltweit sieht es anders aus – in China, USA, Russland, der Türkei und vielen anderen Ländern sind Stufenhecklimousinen sehr beliebt.