Alfa Romeos neues Crossover-SUV Stelvio

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Alfa erwähnt einige Leichtbaumaßnahmen, so bestehen die Hilfsrahmen für Motor, Differenzial und Radaufhängung, die Raum- und Querlenker sowie Türblätter und Stoßfänger ganz oder teilweise aus Aluminium, die Kardanwelle aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Das weckt die Hoffnung, das Gesamtgewicht könnte wenigstens mit den Vierzylindern unter 1,7 Tonnen bleiben. Mindestens so wichtig sind aber die Vorteile bei Handling und Straßenlage (respektive Abrollkomfort) durch eine verbesserte Gewichtszentrierung und verringerte ungefederte Massen, nicht ganz unwichtig angesichts der großen Raddimensionen von 18 bis 21 Zoll. Die teureren Ausführungen sollen mit adaptiver Dämpfung ausgestattet werden und bekommen dann auch gleich noch die klassenübliche Wahl unter verschiedenen Kennlinien für das Ansprechverhalten von Motor, Schaltstrategie und Lenkunterstützung. Bei Alfa heißt das „Alfa DNA Drive Mode system.“

Mit 4,68 Metern ist der Stelvio vier Zentimeter länger als die Giulia, der Radstand dürfte gleich sein. Die Platzverhältnisse auf den stark konturierten Sitzen könnten also ähnlich sein, durch eine etwas höhere Sitzposition vielleicht sogar besser. Überhaupt erkennt man auf den ersten Blick, dass die gesamte Inneneinrichtung von Giulia und Stelvio ähnlich eng verwandt sein muss wie ihre Technik. Viel dunkles Leder, ein paar elegante Chromleisten und kontrastierende Ziernähte dominieren das Ambiente. Zwei Rundinstrumente zeigen weiß auf schwarz Geschwindigkeit und Drehzahl an, das Lenkrad ist unten abgeflacht, ungewöhnlich in einem SUV – aber wer sich als Crossover eine Coupélinie herausnimmt, darf man so etwas freilich auch. Ein bisschen BMW-inspiriert wirkt dagegen der Wählhebel. Die Bildschirme fürs Infotainment messen je nach Ausstattung 6,5 oder 8,8 Zoll, gegen Aufpreis wird ein Soundsystem mit 14 Lautsprechern und 900 Watt von Harman/Kardon eingebaut.

Wer sich jetzt wundert, warum keine Diesel-Motorisierungen genannt sind, hat insofern Recht, als die gesamte Motorenpalette der Giulia auch im Stelvio denkbar ist. Wir halten es für wahrscheinlich, dass Selbstzünder auf diversen europäischen Märkten später erhältlich sein werden. Gebaut werden soll der Stelvio im Werk Cassino im italienischen Frosinone. Über Preise, Verbrauchsangaben, das Drehmoment des V6 und andere Details wurden wir noch nicht informiert. (fpi)