Alfa Giulietta TCT im Fahrbericht
Trockene Kupplung
Die Neuheit im Alfa Giulietta zeigt sich dem Fahrer lediglich in Form eines Wählhebels samt der Aufschrift TCT. Doch eine Automatik ist es nur vom Bedienungskomfort her. TCT steht für „Twin Clutch Transmission“, auf Deutsch: Doppelkupplungsgetriebe. Das System weist gleich zwei Besonderheiten auf: Es wurde komplett vom Fiat-Konzern entwickelt und ist ein trockenes Doppelkupplungsgetriebe. Begründet wird die Entscheidung dafür damit, dass im Vergleich eine nasse Ausführung mit Öl gekühlt werden muss, weshalb eine Pumpe mitläuft, die zusätzliche Energie benötigt. Zwar verkraften nasse Varianten ein höheres Drehmoment, doch das 81 Kilogramm schwere Alfa-TCT ist für immerhin 350 Nm ausgelegt.
Platz fĂĽr Gang sieben
Markenkenner werden spätestens jetzt einwerfen: Das Sechsgang-System gibt es doch schon seit 2010 im Alfa MiTo, warum hat es bei der Giulietta so lange gedauert? Des Rätsels Lösung: Einige Bauteile stammen vom japanischen Zulieferer Aisin, der vom Erdbeben im März 2011 betroffen war. Auf Nachfrage wird übrigens bestätigt, dass in diesem Getriebe auch noch Platz für eine siebte Stufe ist.
Mehr Kraft im Dynamic-Programm
Kombinierbar ist das TCT mit dem 1,4-Liter-Turbobenziner und dem Zweiliter-Diesel, beide leisten jeweils 170 PS. Für unsere erste Ausfahrt wählten wir den Ottomotor. Mit dumpfem Klang legt er ohne spürbares Turboloch los. Dazu passt das Doppelkupplungsgetriebe, das stets den passenden Anschluss bereithält. Die Gangwechsel erfolgen unauffällig, zudem ist das Getriebe lernfähig. Schon bei 2250 Umdrehungen stehen 230 Nm bereit, in 7,7 Sekunden geht es von null auf 100 km/h. Noch einen Nachschlag gibt es, wenn man den so genannten DNA-Schalter nahe des Wählhebels auf „D“ schiebt. Das D steht für Dynamic, hier werden die Gänge etwas länger ausgedreht. Dann stehen maximal 250 Nm bei 2500 Touren zur Verfügung.