Alfa Giulietta 1.8 TBi Quadrifoglio Verde
Gutes Fahrwerk
Ein wirkliches Manko – zumindest im Testwagen – ist die Sechsgang-Schaltung. Der erste sowie der Rückwärtsgang gehen oft auch dann nicht rein, wenn man das Kupplungspedal bewusst ganz sorgfältig voll durchdrückt. Erst beim Gasgeben – deutlich zu spüren, wenn man die Hand am Ganghebel hat – flutscht der Hebel in die richtige Position. In sehr seltenen Fällen springt der Gang auch wieder heraus, sodass man den Motor im Leerlauf hochjagt wie ein Fahranfänger. Doch all das kommt offenbar von einem Defekt an den Synchronringen des Getriebes bei unserem Testwagen, entstanden durch schlampiges Bedienen der Kupplung durch andere Redaktionen. Positiv fällt das beim Quadrifoglio Verde serienmäßige Sportfahrwerk auf. Es erweist sich auf Autobahnetappen als erstaunlich langstreckentauglich. Bei sportlichen Modellen ist das selten, oft nerven ihre bockelharten Fahrwerke bei stundenlangen Autobahnetappen. Anders bei unserem Alfa, der in Kurven dennoch nicht stark wankte.
Direkte Zahnrad-Lenkung
Die elektromechanische Servolenkung ist als Dual-Pinion-Lenkung ausgeführt, das heißt, sie hat zwei Zahnräder. Eines davon, das Steuerritzel, ist direkt mit der Lenksäule verbunden und gibt dadurch ein besonders direktes Fahrgefühl – das ist beim Fahren deutlich spürbar. Das zweite Zahnrad agiert als Antriebsritzel und überträgt das Drehmoment des elektrischen Servomotors auf die Zahnstange. Die Bremsen stammen beim Topmodell von Brembo. Sie bieten vorne rot lackierte Festsättel mit vier Kolben. Zusammen mit den konventionellen Schwimmsattelbremsen hinten verzögern sie das Fahrzeug zuverlässig und ohne Fading. Der Grip der Vorderräder lässt bei Nässe im D-Modus zu wünschen übrig, aber dann schaltet man einfach in den A-Modus, der durchdrehende Antriebsräder verhindert.