Abwrackprämien: Die Hälfte ist weg

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Bild online spekuliert inzwischen darüber, ob die Prämie künftig auch online beantragt werden kann, da die Behörde derzeit täglich bis zu 25.000 Anträge auf dem Postweg erhält – gemailte oder gefaxte Anträge werden gar nicht erst berücksichtigt. Doch erscheint ein Internet-gestütztes Verfahren eher unwahrscheinlich, da die Behörde dann erstens zeitversetzt eingehende Online- und Postmitteilungen desselben Antragstellers zusammenführen müsste. Auch nach dem 30. März bleibt laut BAFA nämlich dabei, dass die Prämie erst dann ausgezahlt wird, wenn Verschrottung des Altfahrzeugs und Zulassung des Neufahrzeugs nachgewiesen werden. Um Betrügereien mit Abwrackbescheinigungen zu verhindern, müssen Antragsteller seit 1. März zudem die Zulassung des Altautos im Original einreichen – am Briefkasten kommt also auch künftig kein Antragsteller vorbei. Zweitens ist es wahrscheinlich, dass der Behörden-Server in die Knie geht, sobald sich abzeichnet, dass nur noch wenige Prämien zu vergeben sind – eine Antragsbearbeitung nach Datum des Poststempels erscheint als das fairere Verfahren.

Unterdessen kristallisiert sich heraus, dass die überwiegende Zahl der Antragsteller alles richtig gemacht haben: "Derzeit gehen wir von einer Ablehnungsquote von 4 Prozent" der Anträge aus, teilte das BAFA auf Anfrage von heise Autos mit. Dazu, wie viele dieser knapp 12.000 Anträge aussichtslos sind, weil zum Beispiel ein zu junges Auto verschrottet worden ist oder das neu angeschaffte Vehikel weniger als vier Räder hat, kann die Behörde noch nichts sagen; auch Angaben dazu, in welchem Tempo die Prämien ausgezahlt werden, lassen auf sich warten. Jenen, deren Antrag lediglich wegen formaler Versäumnisse – beispielsweise weil nicht alle Unterlagen beigefügt worden sind – abgelehnt wird, ist zu raten, es zügig erneut zu versuchen: Dann stehen sie in der der Warteschlange noch auf einem aussichtssreichen Platz. (ssu)