Erbe einer Göttin
Getrieben vom Erfolg der Limousine brachten die Franzosen 1975 eine Kombi-Variante des CX auf den Markt. Der Break hatte einen um 25 Zentimeter verlängerten Radstand und konnte gegen Aufpreis mit einer dritten Sitzreihe ausgestattet werden. Beim Antrieb setzte man weiterhin auf die zwei bewährten Motorvarianten: So übernahmen auch im Break vorerst die Benziner mit 2,0 und 2,2 Litern Hubraum und mit 102 respektive 112 PS den Vortrieb. Ein Einspritzer wurde ab 1977 in die Motorenpalette aufgenommen, die neue Technik steigerte die Leistung auf 128 PS, verhalf zu einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h und senkte gleichzeitig den Verbrauch. Wahlweise konnte der CX auch mit Dieselmotoren bestellt werden. Der langsame, aber laute Selbstzünder des DS-Nachfolgers leistete zu Beginn lediglich 66 PS. Als der Motor 1978 überarbeitet wurde, kam er schon auf 75 PS. Das reichte für 156 km/h in der Spitze. Klingt wenig, war 1978 aber genug für den Titel: "Schnellster Pkw mit Dieselmotor". 1985 waren für den gleichen Titel schon 195 km/h nötig, das schaffte der CX mit einem Turbolader.
Modellpflege 1985
Ein Turbo am Dieselmotor blieb nicht die einzige Neuerung zur Modellpflege 1985. Auch wenn der CX leistungsstärker und effizienter wurde, an Glanz und Prestige wurde intensiver gespart. Auf einmal waren die Stoßfänger aus Plastik, die Walzentachos wurden durch standardisierte Rundinstrumente ersetzt und die Linienführung wurde nochmals dezent geglättet.
Heute: Teuer
Knapp 1,2 Millionen CX konnte Citroën insgesamt verkaufen, was auch daran liegt, dass die Baureihe lange gebaut wurde. Einige dienten als Staatskarossen in verschiedenen Ländern, darunter auch in der DDR. Erst 1991 wurde der letzte CX gefertigt. In Deutschland wurden etwas mehr als 111.000 Exemplare verkauft – für ein so individuelles Auto darf das durchaus als Erfolg gelten. 23 Jahre nach dem Ende der Produktion werden gut erhaltene CX-Modelle für über 20.000 Euro gehandelt. Ein stolzer Preis für den im Windkanal geborenen Mythos der aus der Zeit der Ölkrise, kostengünstig und mit Plastikapplikationen produziert, der nie ein Mythos werden wollte, aber trotzdem einer wurde. (imp)