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Custom-ROM aus Deutschland: VollaOS im Test

| Robin Brand

Auch unter Custom-ROMs ist VollaOS ein Exot. Es hat ein einzigartiges, ablenkungsfreies Bedienkonzept und wartet mit einer Dual-Boot-Funktion auf.

Ein Exot unter Exoten: VollaOS ist selbst unter Android-Custom-ROMs eine Ausnahmeerscheinung. Wie andere Custom-ROMs verspricht es eine grĂ¶ĂŸere UnabhĂ€ngigkeit von Google und anderen US-Herstellern. Im Unterschied zu den meisten anderen alternativen Androids entfĂ€llt allerdings der Installationsaufwand: Das deutsche Unternehmen Volla Systeme GmbH verkauft Smartphones mit vorinstalliertem VollaOS.

Das tun SzenegrĂ¶ĂŸen wie Murena oder iodĂ© zwar auch, doch dabei handelt es sich in der Regel um Smartphones, die man alternativ auch einfach mit dem normalen Google-Android kaufen kann. Man kann im Umkehrschluss diese Custom-ROMs also auch selbst aufspielen, wenn man ein paar Euro sparen möchte und die Installation nicht scheut. Volla dagegen hat eine eigene Palette Smartphones im Sortiment. Und das Betriebssystem gibt es auch nicht als Download. Das Unternehmen hat zwar den Quellcode veröffentlicht, doch Images fĂŒr andere Smartphones haben wir nicht gefunden. VollaOS lĂ€sst sich also nicht einfach auf ein vorhandenes Smartphone aufspielen; die Hardware, die das Unternehmen verkauft, gehört zum Gesamtpaket. Wir haben uns beispielhaft am 700 Euro teuren Volla Phone Quintus angeschaut, wie sich VollaOS im Alltag schlĂ€gt.

Rund um Smartphones

ZunĂ€chst allerdings werfen wir einen Blick auf die Anpassungen, die VollaOS am regulĂ€ren Android vornimmt. Denn die gelten, egal welches Volla-Smartphone man kauft. Der Einrichtungsprozess ist im Handumdrehen erledigt und unterscheidet sich nicht groß von dem fĂŒrs herkömmliche Android, nur die Anmeldung am Google-Konto entfĂ€llt. Optional ist die Aktivierung der microG-Dienste. Diese bilden quelloffen die Google-Play-Dienste nach [8] [8] und sind Voraussetzung, dass einige Apps korrekt laufen, auch solche, die nicht von Google stammen. So gelangen dann doch wieder ein paar Datenbrocken an Google, aber deutlich weniger als mit Stock-Android.


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-11199960

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/tests/Custom-ROM-aus-Deutschland-VollaOS-im-Test-11199960.html
[2] https://www.heise.de/tests/Galaxy-S26-Ultra-im-Test-Samsungs-Gratwanderung-mit-Privacy-Display-11130613.html
[3] https://www.heise.de/tests/Gigaset-GS6-Pro-im-Test-Made-in-Germany-Smartphone-mit-Wechselakku-11155213.html
[4] https://www.heise.de/tests/Realme-GT-8-Pro-High-End-Smartphone-im-Test-11113932.html
[5] https://www.heise.de/tests/Huawei-Pura-80-Ultra-Google-freies-Smartphone-im-Test-11087925.html
[6] https://www.heise.de/tests/Android-Smartphone-Motorola-Edge-70-im-Test-11087921.html
[7] https://www.heise.de/hintergrund/Warum-viele-Smartphones-mit-Riesen-Akkus-nicht-in-Europa-erhaeltlich-sind-11095639.html
[8] https://www.heise.de/ratgeber/Digitale-Souveraenitaet-auf-dem-Smartphone-Custom-ROMs-im-Ueberblick-11149275.html