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Genug Platz für 100 Prozent Erneuerbare
In Deutschland gibt es genug Flächen, um den Strombedarf zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Öko-Institut und Prognos im Auftrag des WWF durchgeführt haben. Rund 2,5 Prozent der Landesfläche wären danach im Szenario 1 nötig, wenn sich der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter wie bisher entwickelt und ein Schwerpunkt auf der Windenergie an Land liegt. Die Windenergieerzeugung an Land nehme dann von heute 41 Gigawatt (GW) auf 178 GW im Jahr 2050 zu, die Offshore-Windenergie von 3 GW auf 51 GW und Photovoltaik von heute 39 GW auf 154 GW. Der Einsatz von Biomasse ginge von heute 8 GW auf 6 GW zurück. Wasser bliebe bei 6 GW.
Im Szenario 2 liegt der Schwerpunkt des Ausbaus auf der Photovoltaik. Dafür wären sogar nur zwei Prozent der Landesfläche nötig. Die Windenergieerzeugung an Land stiege dabei nur auf 115 GW im Jahr 2050, die Photovoltaik dagegen auf 313 GW. Die anderen Erneuerbaren blieben gleich. Für das Solar-Szenario nahmen die Experten an, dass fast alle Dachflächen in Deutschland mit PV-Modulen ausgebaut werden. „Wir haben in Deutschland genug Platz für ein sauberes Energiesystem, es ist günstig und naturverträglich zu realisieren“, sagte Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. KARSTEN SCHÄFER