MIT Technology Review 1/2016
S. 24
Am Markt

SPIELZEUG

Big Barbie

Was man von Siri und Co. auf dem Smartphone schon lange kennt, geht nun auch mit einer Puppe. Die „Hello Barbie“ verbindet sich mit dem WLAN, reagiert auf die Stimme des Kindes, kann interaktiv auf Fragen antworten und dabei so etwas wie eine Unterhaltung in Gang halten. Gesteuert wird die Puppe – wie sonst? – per App. Barbie kann Witze erzählen, Rollen spielen (etwa Lehrer und Schüler) und aus ihrem Bestand an 8000 Zeilen aufgezeichneter Inhalte neue Unterhaltungen basteln, beispielsweise über Mode. Die Verarbeitung läuft in der Cloud. Eltern sollten beachten, dass die Hello Barbie potenziell Datenschutzprobleme mitbringt. So soll es Hackern zwischenzeitlich gelungen sein, WLAN-Infos und Account-Daten auszulesen. Hersteller Mattel verspricht, Fehler rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.

produkt: Hello Barbie hersteller: Mattel preis: 75 Dollar Link: goo.gl/Xstxcy

GENTECHNIK

Experimente am Küchentisch

Wissenschaft für alle: Das liegt dem US-Biologen Josiah Zayner, der für die Nasa Bakterien zur Besiedelung des Mars entwickelt, am Herzen. In seiner Freizeit unterrichtet der aktive Biohacker Laien in Gene Editing. Nun ermöglicht er Interessierten weltweit eigene Experimente am Küchentisch: Auf der Online-Plattform Indiegogo bietet Zayner Do-it-yourself-Sets an, mit denen sich Bakterien zum Leuchten bringen lassen (75 Dollar). Andere Kits demonstrieren anhand von Experimenten mit Hefe (160 Dollar) das Crispr-Verfahren. Eine ausführliche Anleitung liefert der Biologe mit – und in Videos zeigt er, wie es geht. Ein Vorwissen brauchen die Nutzer nicht. Die Materialien gibt es übrigens sogar als Klassensatz.

Produkt: DIY CRISPR KIT Hersteller: Josiah Zayner Preis: zwischen 75 und 450 Dollar Link: goo.gl/GPJkbZ

HAUSHALT

LEDs mit Mehrfachbegabung

Die LED-Lampen des Start-ups BeON Home sind weit mehr als nur reine Leuchtkörper: Durch auswechselbare Module werden sie intelligent. So können sie etwa Einbrecher abschrecken, indem sie ein vorher automatisch erlerntes Lichtmuster abspielen. Ein integriertes Mikrofon erkennt, wenn an der Tür geklingelt wird, und schaltet das Licht an. Eingebaut ist außerdem ein Akku, der auch dann bis zu vier Stunden Licht spendet, wenn der Strom ausgefallen ist. Zudem erkennen die Lampen auch Feueralarme und machen in diesem Fall sofort Licht. Die Bedienung erfolgt per App. Das Home Protection System besteht aus drei Lampen, die 800 Lumen bei 3000 Kelvin ausstrahlen und dabei zehn Watt ziehen. Derzeit ist es nur für die USA und Kanada zugelassen – BeON Home arbeitet aber an einer EU-Version.

produkt: Home Protection System hersteller: BeON Home preis: 200 Dollar Link: beonhome.com