Alternative Netzteile
Apple liefert sein jüngstes MacBook Pro ohne Ladegerät aus. Anlass für uns, geeignete Stromspender zu finden und zu testen. Von den neun Kandidaten ist jeder billiger als das Apple-Original mit 70 Watt und bietet mehr Ports.
Bestellt man zu einem MacBook Pro mit M5-Prozessor das originale 70-Watt-Netzteil dazu, zahlt man 65 Euro. Damit ist es nicht nur recht teuer, sondern bringt auch nur einen Port mit. Wir haben uns deshalb im Markt nach USB-C-Ladegeräten mit mindestens 65 Watt umgesehen und sie ins Labor geholt. Von den neun Teilnehmern hat jeder mindestens zwei Ausgänge, die meisten sogar drei. Dadurch kann man mehrere Geräte gleichzeitig laden, belegt weniger Steckdosen und reduziert das Chaos auf dem Schreibtisch.
Bei den meisten Netzteilen kommt Galliumnitrid (GaN) statt Silizium als Halbleitermaterial zum Einsatz. Durch dessen höhere Effizienz produzieren die Transistoren weniger Verluste. In der Folge sind GaN-Ladegeräte stromsparender, tendenziell kühler, weniger groß und leichter. Power Delivery ist bei diesen Wattzahlen sowieso dabei, sofern man eine USB-C-Buchse verwendet. Bei USB-A kommen Apple-Geräte nicht über 5 Volt und 7 Watt hinaus, weil ohne USB-C kein Power Delivery möglich ist und sie den konkurrierenden Standard QuickCharge nicht beherrschen.