Bluthochdruckwarner
Neuere Watch-Modelle können Anzeichen für Bluthochdruck erkennen. Was das Anwendern bringt – und was nicht.
Hypertonie ist eine oft erst spät entdeckte Volkskrankheit. Die Apple Watch soll das ändern. Wir zeigen, wie gut es funktioniert und welche Einschränkungen es gibt.
Mit den System-Updates im Herbst hat Apple die Gesundheitsfunktionen von iPhone und Watch ausgeweitet. Neben Puls, Sauerstoffsättigung, Schlafqualität und mehr analysiert Apple das Blut nun auf eine mögliche Hypertonie, also dauerhaft zu hohen Blutdruck. Die Funktion „Bluthochdruckmitteilungen“ erfordert eine Apple Watch ab Series 9 oder Ultra ab Generation 2 mit watchOS 26 sowie ein iPhone 11 oder neuer mit iOS 26.
Watch sucht signifikante Muster
Den Blutdruck (siehe Kasten „Blutdruck und Pulsdruck“) erfasst man üblicherweise mit einem Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette. Die Apple Watch beobachtet ohne eine solche Manschette und mithilfe des optischen Herzsensors, wie die Blutgefäße auf den Herzschlag reagieren. Möglich ist das in Momenten, in denen der Nutzer ruhig sitzt. Konkrete Blutdruckwerte gibt sie nicht aus, sondern untersucht 30 Tage lang kurze Messabschnitte des Sensorsignals auf Muster, die auf Bluthochdruck hinweisen. Erkennt sie solche, erhält der Nutzer nach rund einem Monat eine Mitteilung mit dem Rat, den Blutdruck zu prüfen. Die Hinweise bleiben in der Health-App auch im Nachhinein in der Gesundheitskategorie „Herz“ unter „Bluthochdruckmitteilungen“ einsehbar. Apple empfiehlt, die Werte als Nächstes sieben Tage lang mit einem herkömmlichen Blutdruckmessgerät zu protokollieren und sie mit einem Arzt zu besprechen.