Direktstreamer
Airflow für macOS spielt lokale Videos per AirPlay auf dem Apple TV ab.
Die englischsprachige App lässt sich so einfach bedienen wie gängige Videoplayer, etwa VLC oder IINA. Airflow spielt die Inhalte dabei nicht direkt auf dem Mac ab, sondern überträgt sie grundsätzlich auf Geräte, die AirPlay 2 oder Chromecast unterstützen, wie das Apple TV oder ein Smart-TV. Dort sind also keine zusätzlichen Empfänger-Apps erforderlich.
Mit Airflow startet man die Wiedergabe schneller als mit der Bildschirmsynchronisierung von macOS, die zudem nur Fenster oder den ganzen Bildschirm überträgt. Die App sendet das Video in Originalauflösung und ohne Neukodierung zum Gerät (Passthrough), was für optimale Qualität und gute Bildraten sorgt. Das kann zwar auch Apples QuickTime Player, doch der unterstützt lediglich H.264-Videos sowie einfach kodierte H.265-Dateien („Main-Profil“) – beide ausschließlich in .mov- und .mp4/m4v-Containern. Airflow hingegen unterstützt jedes gängige Video- und Audioformat und spielt sogar 4K-HDR-HEVC-Videos nativ von älteren Macs per AirPlay ab, die offiziell keine Hardware-Dekodierung für H.265 bieten. Im Test fanden wir kein DRM-freies Video, das die App nicht akzeptierte. Wenn sich ein Video aufgrund des verwendeten Codecs nicht direkt zum Empfangsgerät streamen lässt, transkodiert die App es automatisch im Hintergrund, ohne dass der Nutzer Videodateien vorab manuell konvertieren muss. Auf alten Macs ohne Hardwarebeschleunigung beansprucht das zwar deutlich die CPU, doch auch ein lüfterloses MacBook von 2017 (Intel Core m3, zwei Kerne) konnte im Test ein 1080p-Video ohne Aussetzer live konvertieren und zum Apple TV streamen – mit Lastspitzen von 80 Prozent.