Liquid Glass
iPhone, iPad, Mac, Watch – jedes Ihrer Geräte bekommt mit den Systemen im Herbst eine neue Bedienoberfläche. Mit Liquid Glass läutet Apple das nächste Kapitel für seine Betriebssysteme ein. Was der transparente Look ändert und wie Designer und Entwickler ihn beurteilen.
Apple macht den Blick in die Glaskugel zum neuen Standard. Genauer gesagt ist es die Sicht durch Glaslinsen, die ab iOS 26 auf dem iPhone und in den neuen Betriebssystemversionen für iPad, Mac, Apple Watch, Apple TV und Vision Pro das Bild bestimmen soll. „Liquid Glass“, so Apples schwungvolle Bezeichnung, wird als die größte Veränderung des Designs seit iOS 7 beworben.
Liquid Glass kann man sich wie eine Mischung aus Glasoberflächen und Seifenblasen vorstellen. Buttons, Menüs und andere Bedienelemente sehen aus, als wären sie aus echtem Glas gemacht. Sie sind durchsichtig und sollen durch realistisch wirkende Lichtreflexe und Schatten dennoch klar zu erkennen sein. Interaktionen lösen aufwendige Animationen aus: Wer ein Element antippt oder bewegt, bringt es zum Schwappen und Leuchten. Bei der neuen Tableiste darf der Finger sogar zum Schieben etwas unter das Element gehalten werden, um sich die Animation besser ansehen zu können. Das alte Design mutet im Vergleich etwa bei der Bedienung von Schiebeschaltern geradezu unbeweglich an. Je nach Hintergrund wird das Glas heller oder dunkler. Auch verändert sich die darüberliegende Schrift in der Farbe automatisch. Apple erlaubt es Entwicklern außerdem, die Glasoberfläche zu färben, um Buttons hervorzuheben.