Maritimer Krawall
Ocean Keeper führt Crafting und Arena-Shooter unter Wasser zusammen.
Der Meeresgrund ist ein gefährliches Pflaster. Nichtsahnend streift man mit seinem vierbeinigen Mech durch idyllische isometrische Korallenriffe. Plötzlich brechen Horden von argwöhnischen Meeresbewohnern hervor, die es auf den Piloten abgesehen haben. Zum Glück ist der Roboter nicht nur leicht gepanzert, sondern auch zart bewaffnet. So dirigiert man mit dem linken Daumen auf dem Touchscreen das Feuer der Bordkanone, während man mit dem anderen ausweicht und Deckung sucht. Das erinnert positiv an Vampire Survivors (Mac & i Heft 2/2023, S. 151).
Ist der letzte Widerling Geschichte, gönnt der Dual-Stick-Shooter eine kurze Atempause, in der der Spieler möglichst reiche Beute machen muss. Dafür entlässt man den Piloten mit einem grotesk großen Bohrer in eine der zahlreichen Höhlen. Dann wechselt Ocean Keeper nicht nur die Perspektive, sondern auch das Genre. In der Seitenansicht fräst man sich wie in einem Jump-and-Run durch das Gestein und gräbt nach Erzen und anderen Mineralien. Je reicher die Beute, desto langsamer bewegt sich der aquatische Bergmann, sodass man stets zwischen Vernunft und Gier abwägen muss.