Mac & i 4/2022
S. 130
Hintergrund
M2 erklärt

Die M-Evolution

Mit dem M2 beginnt die zweite Generation des Apple Silicon

Der neue Apple M2 bringt im Vergleich zum Vorgänger M1 zwar keine revolutionären Änderungen, doch verbesserte Details verleihen ihm deutlich mehr Leistung.

Von Nico Ernst

Ende Juni 2022 hat Apple im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz WWDC die zweite Generation seiner selbst entwickelten Mac-Prozessoren vorgestellt: Dem M1 vom Herbst 2021 folgt der M2. Mit ihm steigt die Rechenleistung bei der CPU um rund 15 Prozent und die GPU ist je nach Anwendung um rund ein Drittel schneller, wie unsere Tests ab Seite 48 zeigen. Dabei unterscheiden sich die CPU-Einheiten auf den ersten Blick wenig von denen im M1: Wie gehabt gibt es vier Performance-Kerne (P-Cores) und vier Effizienz-Kerne (E-Cores). Das als System-on-Chip (SoC) ausgeführte Design wurde aber mit größeren Caches und einer von acht auf zehn Kerne erweiterten GPU ausgestattet.

Unter der Haube hat Apple weitere Verfeinerungen im Detail vorgenommen. Die P-Cores laufen jetzt mit bis zu 3,5 statt 3,2 GHz und die E-Cores mit rund 2,4 statt 2,1 GHz, jeweils verglichen mit dem M1. Die P-Cores legten also um rund 9 Prozent zu, die E-Cores sogar um knapp 12 Prozent. Zudem hat der Mac-Hersteller den schnellen Zwischenspeicher für die P-Cores, den L2-Cache, von 12 auf 16 MByte erweitert. Vor allem Anwendungen, die auf eine Vielzahl von Daten dieselben Befehle anwenden (wie bei Kompression, Verschlüsselung oder Spielen), profitieren von den größeren Caches. Die Kerne sind vom iPhone-Prozessor A15 Bionic abgeleitet, die P-Cores basieren auf der Firestorm-Architektur, die E-Cores auf dem Design Icestorm und heißen jetzt mit Codenamen Avalanche und Blizzard.

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