Kinoreife Effekte
Final Cut Pro 10.6 bearbeitet Spezialaufnahmen vom iPhone 13 und verfolgt Gesichter und Objekte.
Das jüngste große Update erweitert Apples Profischnittprogramm um Animationsfunktionen, die man zuvor nur von Programmen wie After Effects kannte: Mit Version 10.6 kann Final Cut selbstständig Personen und Objekte erkennen. Dazu wurde das Informationsfenster um das Feld „Tracker“ erweitert. Von hier legt man im Viewer eine Maske über den ausgewählten Bereich, den man verfolgen will. Nach einer kurzen Analyse via maschinellem Lernen erkennt das Programm Gesichter oder sich bewegende Objekte und erstellt Tracking-Pfade.
Zieht man einen Generator, Effekt oder Titel, etwa sich bewegende 3D-Schrift, auf den Clip im Viewer, zeigt Final Cut geeignete Ablagezonen an. Das kann beispielsweise ein Gesicht sein, aber auch ein Tierkörper oder ein Fahrzeug. Final Cut animiert die Schrift nach kurzer Renderzeit, sodass sie sich bei einem Schwenk korrekt zur Kamera bewegt. Das klappt vor allem bei kontraststarken Aufnahmen gut. Bei stotternden Bewegungen lässt sich mittels Schlüsselbildern (Keyframes) auch händisch nachbessern.