Entrauschende Entwicklung
Mit DxO PhotoLab 4 verwalten, korrigieren und optimieren Fotoliebhaber ihre Bilder.
Die Lightroom-Alternative greift auf die Ordnerstruktur des Finders zurück. Beim Entwickeln von Fotos findet man sich wie in der Vorgängerversion schnell zurecht. Die Werkzeuge sind in der rechten Spalte gut sortiert in sechs Reitern gelistet. Erstmals kann sich der Nutzer in PhotoLab den Arbeitsbereich selbst zusammenstellen und nach Einstellreglern suchen. Letzteres hilft jedoch nur bedingt, da man einerseits die Begriffe der Software kennen muss, andererseits nicht den falschen Reiter markieren darf.
Mit PhotoLab 4 führt DxO in der Elite Edition eine neue Rauschminderung für RAW-Fotos ein: Das sogenannte „DeepPrime“ basiert auf der Basis von Deep Learning. Die Entwickler haben die Funktion laut eigenen Angaben mit Millionen Fotos der eigenen Kameratests trainiert. Besonders bei Bildern mit höheren ISO-Werten soll sie punkten. In unserem Test lieferte die neue Rauschreduzierung sehr gute Ergebnisse, war aber nicht immer besser als die bisherigen Methoden, welche weiterhin in der Software auswählbar sind. DeepPrime benötigt viel Rechenleistung, das Warterad tauchte aber selbst bei Parameteränderungen von Standardfunktionen (Objektivkorrektur und Ähnliches) auf einem iMac von 2019 (6-Kern i5 3,7 GHz) auf.