Gelehriger Schreibautomat
Das KI-Texttool Ghostwriter recherchiert, textet und prüft Fakten
In kurzen Dialogen fragt Ghostwriter wichtige Rahmenbedingungen ab, bevor er selbstständig einen Text verfasst. Der Schreibstil lässt sich mit einem Beispieltext vorgeben, die Recherche durch Angabe bestimmter Webseiten steuern.
Ghostwriter will es so leicht wie möglich machen, mit generativer KI zu texten. Das Tool erstellt Texte, ohne dass der Anwender komplizierte Prompts formuliert. Lediglich ein paar Stichworte in der Zeile „Thema/Arbeitstitel/Überschrift angeben“ sind Pflicht. Alle weiteren Eingabemöglichkeiten bis auf die Textlänge lassen sich überspringen. Für mehr Einfluss auf das Ergebnis füllt man auch die Felder für Zielgruppe, Intention und zentrale Aussage aus. Das Feld „Zusätzliche Details“ nimmt formale Wünsche entgegen, beispielsweise zu Art und Zahl der Zwischenüberschriften. Den eigenen Schreibstil kann man Ghostwriter durch einen Beispieltext antrainieren, der mindestens 100 Wörter lang sein sollte.
Es dauert ein, zwei Minuten, bis eine umfangreiche Einschätzung zu Wortwahl, Satzlängen, Füllwörtern und Passiv erscheint. Diese Charakterisierung der Stilvorlage kann der Anwender ergänzen und modifizieren. Im Test haben wir dem Tool ein Editorial aus c’t, einen poetischen Text von Hanns Dieter Hüsch, ein Beispiel in einfacher Sprache sowie einen mit Passiv gespickten Text als Vorlage vorgesetzt. Alle wurden gut analysiert, der jeweilige Sprachstil anschließend verwendet.