c't 16/2025
S. 64
Titel
Rückschritt statt Innovation: Drucker
Bild: KI/Bearbeitung heise medien

Wenig Tinte, viel Cloud

Druckerhersteller sparen nicht nur an der Patronenfüllmenge

Hersteller von Druckern für den Privathaushalt haben keinen guten Ruf, schon wegen des Geschäftsmodells: billiger Drucker, teure Tinte. Mit Tintentanks und Abo-Modellen bieten sie mittlerweile mehr oder weniger faire Alternativen an. Doch einige Branchenvertreter haben sich neue Gemeinheiten ausgedacht.

Von Rudolf Opitz

Viele IT-Veteranen, die heute auf Laserdrucker schwören, hatten vor vielen Jahren schlechte Erfahrungen mit günstigen Tintendruckern gemacht: Mitgelieferte Patronen waren schnell leer, Ersatzpatronen viel zu teuer. Günstige Patronen alternativer Hersteller trockneten schnell ein und verstopften die Druckköpfe. Experimente mit Nachfüllsets sorgten für Farbsauereien, aber nicht für saubere Druckergebnisse.

Tatsächlich boten die Technikmärkte meist billige Tintendrucker, denen nur minimal befüllte Patronen beilagen. Die Hersteller machten ihren Gewinn mit dem Verkauf überteuerter Ersatzpatronen. Zudem sollten die Billigdrucker Bilder und Texte streifenfrei aufs Papier bannen. Also spülten die Drucker ihre Düsen mit Tinte, die einfach auf ein ins Gehäuse geklebtes Vlies gespritzt wurde – teurere Verfahren passten nicht zum Geschäftsmodell. Als Kunden, die zu oft gereinigt hatten, die Tinte über die Hose lief, gab es richtig Ärger.

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