3D-Wetterscanner
Neuer Meteosat sieht Gewitterstürme exakt voraus
Seit dem 1. Juli beobachtet MTG-S1 aus einem geostationären Orbit die Atmosphäre über Europa und berechnet ein 3D-Schichtmodell in nie gekannter Auflösung. Bis zu 24 Messungen täglich erlauben es zum Beispiel, Extremwetter kilometergenau vorherzusagen, bevor sich Wolken gebildet haben.
Am 1. Juli kurz nach 23 Uhr hob der Meteosat der dritten Generation MTG-S1 (Meteosat Third Generation – Sounder 1) mit einer amerikanischen Falcon-Rakete in Florida ab. Nur 34 Minuten später meldete er sich aus einem geostationären Orbit bei der Bodenstation. MTG-S1 trägt gleich zwei hochsensible Messinstrumente.
Da ist zum einen ein Instrument für Infrarotscans (Infrared Sounder, IRS), das etwa alle 30 Minuten 3D-Aufnahmen von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Spurengasen in der Atmosphäre über Europa zur Erde funkt. Zum anderen trägt der Satellit ein Spektrometer für ein Lichtspektrum des sichtbaren Lichtes, des Ultraviolett- und des Nahinfrarotbereichs (UV-Visible-Near-Infrared, UVN), das nun etwa stündlich die Luftverschmutzung erfasst.