Songs aus der Maschine
Vier KI-Generatoren für Musik im Test
Ein kurzer Prompt – fertig ist der Song. KI-Generatoren füllen zunehmend die Playlisten und machen echten Musikern und Komponisten Konkurrenz. Wir testen nicht nur die Hitqualitäten, sondern decken auch Fußangeln in den AGBs auf.
Für unseren Test haben wir vier Musikgeneratoren ausgewählt, die im Netz große Aufmerksamkeit erregen. Allen voran Suno und Udio, die Pop- und Rock-Songs mit Gesang auf kurze Prompts generieren. Boomy konzentriert sich auf elektronische Instrumentalstücke und hat bereits einen Upload-Dienst für Spotify und Apple Music integriert. Demgegenüber spezialisiert sich Aiva auf orchestrale Klänge für Soundtracks. Es berechnet die passenden MIDI-Dateien, sodass man in die generierten Stücke Note für Note gezielt eingreifen kann.
Im Test prüfen wir, inwieweit die Songs der Dienste mit menschengemachter Musik konkurrieren können. Dabei berücksichtigen wir Melodiösität, den Aufbau der Song-Strukturen, Eingriffsmöglichkeiten für die Anwender sowie die Klangqualität. Weil die KI-Erzeugung von Musik besondere lizenzrechtliche Probleme und Plagiatsklagen nach sich ziehen kann, gehen wir auf die aktuelle rechtliche Situation in einem gesonderten Artikel ab Seite 124 ein. Welche Auswirkungen die KI-Generatoren auf die gesamte Musikindustrie haben und was Musiker tun können, um nicht durch Algorithmen ersetzt zu werden, beleuchten wir in einer der folgenden Ausgaben.