KI, guck mal!
Wie drei Studenten eine KI-gestützte Sehhilfe entwickeln
Szenenbeschreibung auf Knopfdruck: Das Start-up Lunar will Menschen mit Sehbehinderung im Alltag helfen. Drei Studenten entwickeln eine Sehhilfe, die beschreibt, was zu sehen ist, und Fragen dazu beantwortet.
Auf 12 Uhr liegen Äpfel, auf 2 Uhr Aprikosen“, erklärt die KI-Stimme. Auf Nachfrage antwortet sie: „Die Aprikosen sehen gut aus. Achte aber trotzdem darauf, ob sie sich vielleicht matschig anfühlen.“ Die KI-Stimme gehört zu LunarVision, einer Sehhilfe, die drei Hamburger Studenten derzeit entwickeln. Lukas Ganss, Alejandro Poiqui und Timon Pitz stellten ihr Start-up Lunar und ihr Produkt Anfang Juni im Landesbildungszentrum für Blinde (LBZB) in Hannover vor.
Zeigen konnten die Studenten ihr Gerät nicht, da sie den ersten Prototyp demontieren mussten, um ihn zu modifizieren. Stattdessen demonstrierten sie Anwendungsfälle inklusive Audioaufnahme, unter anderem die Situation vorm Obstregal im Supermarkt. Das Hilfsmittel LunarVision soll aus drei Komponenten bestehen: einem kleinen Gerät mit integrierter Kamera, das am Kopf getragen wird, einem sogenannten Hub mit Prozessor und Akku, der zum Beispiel im Rucksack verstaut wird, sowie einem Knopf, über den man das Gerät aktiviert.