Verbremst
Merkwürdige Berechnungen für Energiepreisbremse bei Vattenfall
Deutschland hat komplizierte Regeln, mit denen die Verbraucher von hohen Energiepreisen entlastet werden sollen. Große Versorgungsunternehmen sollten das dennoch hinbekommen und die Berechnungen nachvollziehbar darlegen. Bei Vattenfall klappt das nicht.
Andreas H. gehört zu den Verbrauchern, die regelmäßig nach günstigen Energiepreisen schauen und konsequent den Anbieter wechseln, wenn sie einen günstigeren finden. Das empfehlen schließlich auch die Verbraucherberater. Seit Dezember 2021 bezieht Andreas H. das Gas für die Heizung seines Häuschens im Hamburger Vorort Allermöhe bei Vattenfall. Der Preis lag zunächst bei knapp 9 Cent pro Kilowattstunde und stieg Anfang November auf knapp 21 Cent, also auf mehr als das Doppelte.
Immerhin sollte der Kilowattstundenpreis für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs mit der sogenannten Gaspreisbremse ab März 2023 gesetzlich auf 12 Cent gedeckelt sein. Am 14. Februar erhielt Andreas H. ein Schreiben von Vattenfall, mit dem ihm seine neuen Abschlagszahlungen unter Zugrundelegung der gesetzlichen Gaspreisbremse mitgeteilt wurde. Dabei hatte Vattenfall den für die Berechnung relevanten Vorjahresverbrauch auf 3904 Kilowattstunden festgesetzt.