c't 11/2022
S. 102
Test & Beratung
Prepaid-Jahrestarife

Lange Bindung

Jahres- und Halbjahrestarife mit Vorkasse für den Mobilfunk

Einige Provider haben ein neues Tarifmodell etabliert: Prepaid mit einer Laufzeit von sechs oder zwölf Monaten. Der Kunde zahlt im Voraus und muss sich derweil um nichts mehr kümmern. Das hat Vor- und Nachteile.

Von Urs Mansmann

Prepaid-Verträge laufen üblicherweise nur kurz. Der Kunde zahlt für vier Wochen und kann in diesem Zeitraum das erworbene Volumen- und Einheitenkontingent oder die Flatrate nutzen. Läuft der Vertrag ab, verlängert sich der gebuchte Tarif nur, wenn das Konto gedeckt ist. Anderenfalls fällt er in einen Basistarif zurück. Die Provider weisen üblicherweise per SMS darauf hin, wenn eine neue Abbuchung ansteht oder wenn das Guthaben unter eine kritische Marke fällt.

Das hört sich anstrengend an. Viele Kunden meiden Prepaid-Tarife, weil sie dadurch gezwungen sind, sich ständig um den Mobilfunkvertrag zu kümmern, den Kontostand zu checken und Guthaben aufzuladen. Andere aktivieren die Komfortaufladung, die bei niedrigem Guthabenstand vom Bankkonto nachlädt – und hebeln damit die Kostenkontrolle aus, die so nur Prepaid-Verträge liefern.

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