… Schweigen ist Gold
Lüfterloser Mini-Barebone Zotac Zbox CI331 Nano
Die Zbox CI331 Nano arbeitet unhörbar leise, ist kleiner als eine Literpackung Milch und kostet als Barebone 245 Euro. Im Test zeigte sie einige positive Seiten, forderte vom Nutzer aber auch etwas Geduld.
Nicht jeder braucht einen Hochleistungs-PC. In manchen Lebenslagen sind ein stiller Betrieb, ein leicht außer Sicht platzierbares Gehäuse oder auch nur ein möglichst geringer Preis wichtiger als hohe Leistung. Für Heimanwender kann das der Großeltern-PC sein, der an der VESA-Halterung hinter Fernseher oder Monitor verschwindet, der günstige File-Server oder der Medienzuspieler für den 4K-Bildschirm. Gewerbliche Nutzer freuen sich über das kleine Gehäuse bei digitalen Anzeigetafeln oder darüber, dass sich keine Lüfterlager festfressen und der PC dennoch gut gekühlt werden kann. Für diese und ähnliche Anwendungszwecke sind passiv gekühlte Mini-PCs wie die Zbox CI331 Nano gedacht.
Wir haben die billigere Barebone-Variante der CI331 Nano getestet. Barebone-typisch fehlen Arbeitsspeicher, SSD und Betriebssystem und lassen dem Nutzer so alle Freiheiten bei der Auswahl. Möchte man nach dem Auspacken hingegen sofort loslegen, gibt es für rund 120 Euro Aufpreis die Komplett-PC-Version mit Windows-10-Pro-Lizenz. Sie hat aber nur magere 4 GByte RAM und ebenso knappe 120 GByte SSD-Speicherplatz, weshalb wir von ihr abraten. Die Montage der fehlenden Bauteile gestaltet sich beim Barebone sehr einfach: Das Gehäuse ist mit vier gummierten Kreuzschlitz-Rändelschrauben verschlossen, die man auch leicht per Hand lösen kann. Der Arbeitsspeicher im SO-DIMM-Format wird wie üblich eingeklipst, die SATA-SSD im 2,5-Zoll-Format kann man einstecken und per Kreuzschraube fixieren. Eine herkömmliche, mechanische 2,5-Zoll-Festplatte passt ebenfalls, konterkariert aber die Lautlosigkeit und den Verzicht auf bewegliche Teile im System. Dass ein Steckplatz für eine moderne 2280-M.2-SSD fehlt, ist bei den gedachten Einsatzmöglichkeiten der CI331 Nano verschmerzbar. Den Geschwindigkeitsunterschied spürt man in der Praxis nur sehr selten.