Sicherheitsbericht von Microsoft
Microsoft stellt in seinem neuesten Security Intelligence Report (SIR, siehe microsoft.com/sir) fest, dass Konten bei Cloud-Diensten der Redmonder zu einem immer beliebteren Ziel für Hackerangriffe werden. So habe sich die Zahl der Angriffe vom ersten Quartal 2016 zum ersten Quartal 2017 in etwa vervierfacht.
Wie viele der Angriffe letztlich erfolgreich sind, verrät der Bericht nicht. Sind die Hacker erfolgreich, liegt das laut Microsoft im Regelfall an zu schwachen Passwörtern oder an einem schlechten Passwort-Management sowie an gezielten Phishing-Angriffen und Datenlecks bei Drittanbietern – gegen letzteres empfiehlt Microsoft den hinlänglich bekannten Tipp, niemals bei mehreren Anbietern das gleiche Passwort zu verwenden. Auch die geografische Verteilung der Ursprünge von Angriffen skizziert der Bericht: Demnach machen allein die Angriffe aus China und den USA mit 35,1 und 32,5 Prozent gut zwei Drittel des Gesamtvolumens aus.
Auch die geografische Verteilung von Infektionen mit Ransomware variiert laut Microsofts Bericht stark. So waren im März 2017 PCs in Europa am stärksten betroffen. Spitzenreiter sind die Tschechische Republik mit 0,17 Prozent sowie Italien, Ungarn und Spanien mit jeweils 0,14 Prozent. Am stärksten verschont bleiben die Systeme hingegen in Japan (0,012 Prozent), China (0,014 Prozent) und den USA (0,02 Prozent).
Microsoft will den SIR künftig nicht mehr halbjährlich, sondern einmal pro Quartal veröffentlichen. (ovw@ct.de)