c't 16/2017
S. 74
Hintergrund
Professionelles Fact-Checking
Aufmacherbild

Fakten, Fakten, Fakten!

Medienhäuser gründen neue Factchecking-Einheiten

Wer kann Fake News enttarnen, wenn nicht professionelle Journalisten? Allerorten entstehen derzeit Faktencheck-Projekte, um gezielt gegen Lügen und Gerüchte in sozialen Medien vorzugehen. Aber nicht jeder ist davon überzeugt, dass diese Aktionen der Sache dienlich sind.

Wurden die deutschen Goldreserven in den USA tatsächlich heimlich mit billigem Wolfram gestreckt? Ist Martin Schulz wirklich Multimillionär, wie Focus online behauptet? Ist es denkbar, dass die evangelische Theologin Margot Käßmann auf dem Kirchentag alle Deutschen als Nazis bezeichnet hat? Mit derlei Fragen schlagen sich die „ARD-Faktenfinder“ derzeit tagtäglich herum.

Faktenfinder ist eines von vielen Projekten, die etablierte Medien 2017 aus der Taufe gehoben haben. Damit professionalisiert sich ein Genre, dass seit Jahren eher von kleinen, privaten Organisationen wie Mimikama und Hoaxmap im deutschsprachigen Raum oder Snopes.com und Bellingcat auf internationaler Ebene beackert wird: das Überprüfen von Nachrichten und Behauptungen auf ihre Echtheit, neudeutsch Factchecking.

Die ARD will sich mit dem Faktenfinder nach eigener Aussage der Wirkung von Fake News entgegenstemmen. Ein ambitioniertes Vorhaben: Im Team von Journalist Patrick Gensing arbeiten zehn Faktenchecker, verteilt auf eine Frühschicht, zwei Tagesschichten und eine Spätschicht. Organisatorisch hat die ARD den Faktenfinder bei der tagesschau.de-Redaktion in Hamburg angesiedelt.

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