c't 22/2016
S. 34
News
JPEG-Jubiläum
Aufmacherbild

Überlebenskünstler

Gut genug: Seit einem Vierteljahrhundert behauptet sich das JPEG-Format

Vor 25 Jahren erschien libjpeg – eine Open-Source-Bibliothek zum Lesen und Schreiben des JPEG-Bildformats. Seitdem hat der Foto-Standard einige Patentstreitigkeiten und vermeintliche JPEG-Killer überlebt.

Am 7. Oktober 1991 veröffentlichte die Independent JPEG Group (IJG) die erste Software zum Schreiben und Lesen des JPEG-Bildformats. Heute, ein Vierteljahrhundert später, sind viele technische Errungenschaften aus dieser Zeit Geschichte, doch JPEG ist verbreiteter denn je. Täglich strömt es milliardenfach aus Digitalkameras und Smartphones auf Rechner und Server oder direkt ins Web.

Den Grundstein setzte der indische Mathematiker Nasir Ahmed 1974 mit seiner Publikation „Discrete Cosine Transform“ (DCT). Darin beschreibt er die Basis-Technik: Die diskrete Kosinustransformation wandelt Bilddaten in Frequenzen um, wodurch visuell „unwichtige“ Details leicht identifiziert und eingespart (quantisiert) werden konnten. Das Potenzial von Ahmeds Entdeckung erschloss sich nicht jedem sofort: Forschungsgelder wurden mit der Begründung verwehrt, das Verfahren sei „zu simpel“.

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