In der Praxis schreit das iPhone meist schneller nach der Steckdose als gewĂŒnscht. Display, GPS und Stromfresser im System saugen es hĂ€ufig innerhalb weniger Stunden leer. Mit den richtigen iOS-Einstellungen zĂŒgeln Sie den Energiehunger und verlĂ€ngern die iPhone-Akkulaufzeit.
Nicht nur im Internet, auch in vielen gedruckten Ratgebern finden sich verschiedenste Tipps zum Thema Stromsparen am iPhone. Wir wollten wissen, welche wirklich etwas bringen, und welche vielleicht nur durch stetige Wiederholung in den Kanon der RatschlĂ€ge eingegangen sind, obwohl sie sich bei genauerem Hinsehen als falsch erweisen. Deshalb maĂen wir an verschiedenen iPhone-Modellen ĂŒber mehrere Wochen den Einfluss diverser Einstellungen auf die Akkulaufzeit mit einem Testaufbau exemplarisch nach. Die Ergebnisse fielen zum Teil ĂŒberraschend aus. Wir haben sie nach Akku-Einsparpotenzial geordnet.
Akku sparen per Schalter mit dem iOS-Stromsparmodus
Seit iOS 9 hilft der Stromsparmodus, die iPhone-Laufzeit zu verlĂ€ngern, indem er einige der im Folgenden vorgestellten MaĂnahmen bĂŒndelt. So deaktiviert er etwa automatische Downloads und die Hintergrundaktualisierung von Apps, ruft nur noch manuell E-Mails ab, beschrĂ€nkt die maximale Helligkeit und reduziert einige optische Effekte. DarĂŒber hinaus taktet die CPU um rund ein Drittel niedriger, was sich aber meist nur wenig spĂŒrbar auf die Performance auswirkt. Beim iPhone 6s wird zudem âHey, Siri!â abgeschaltet. Je nach iPhone-Modell und Nutzungsart verlĂ€ngert sich die Laufzeit dadurch um 20 bis 40 Prozent. Kein schlechter Deal also, wenn man mit den genannten EinschrĂ€nkungen leben kann.
Am besten ĂŒberlĂ€sst man die Helligkeitsregelung der Automatik von iOS. Bei Bedarf muss man die aber rekalibrieren.
FĂ€llt die Akkuladung auf 20 Prozent, bietet iOS von sich aus an, in den Stromsparmodus zu wechseln. Sind die Energiereserven wieder zu mindestens 80 Prozent gefĂŒllt, deaktiviert iOS ihn automatisch. Auf Wunsch lĂ€sst er sich aber auch jederzeit in âEinstellungen/Batterieâ manuell ein- und ausschalten. SelbstverstĂ€ndlich können Sie auch gezielt selbst Hand anlegen und so einzelne Faktoren beeinflussen.
iPhone-Display frisst Strom
Der gröĂte Stromfresser am iPhone ist klar das Display, das im Leerlauf bei voller Helligkeit mehr als zwei Drittel des Energiebedarfs ausmacht. Ergo sollte die Anzeige immer nur so hell wie nötig und so kurz wie möglich leuchten. Um nicht durch eine zu hohe Helligkeit Energie zu vergeuden, ĂŒberlĂ€sst man die Regelung am besten gleich iOS.
In den Einstellungen aktiviert man dazu unter âHintergrĂŒnde und Helligkeitâ die Auto-Helligkeit. AnschlieĂend passt man die LeuchtstĂ€rke mit dem darĂŒber liegenden Regler so an, dass der Bildschirminhalt noch gut erkennbar bleibt.
Helligkeitsautomatik nutzen, Bildschirm und GPS einschrÀnken
Nun versucht iOS im Verein mit dem Helligkeitssensor, das Display kĂŒnftig auch unter wechselnden LichtverhĂ€ltnissen auf eine Ă€hnliche Leuchtkraft einzustellen. Wenn sich der Schieberegler fĂŒr die Helligkeit auch bei wechselnden LichtverhĂ€ltnissen kein StĂŒck mehr bewegt, obwohl die Auto-Helligkeit aktiviert ist, ist eine Kalibrierung nötig. Dazu gehen Sie mit dem iPhone in einen möglichst dunklen Raum, rufen in den Einstellungen den Punkt âHintergrĂŒnde und Helligkeitâ auf und deaktivieren per Schiebeschalter die Auto-Helligkeit vorĂŒbergehend. Dann ziehen Sie den Regler nach ganz links, aktivieren die Auto-Helligkeit wieder und schalten sie danach gleich wieder aus.
Schalten Sie nun eine helle Lichtquelle an, beispielsweise eine Tischlampe, und halten Sie das iPhone mit der Vorderseite in deren Richtung. Dann schieben Sie den Helligkeitsregler ganz nach rechts aufs Maximum und aktivieren die Auto-Helligkeit erneut. Damit ist die Kalibrierung abgeschlossen und das Display regelt die Helligkeit wieder richtig. Die Automatik funktioniert unterm Strich besser als jede manuelle Einstellung.
Bildschirm schnell abschalten
Der GPS-Chip ist Stromfresser Nummer zwei. WĂ€hlen Sie mit Bedacht, welche Apps ihn nutzen dĂŒrfen.
NatĂŒrlich sollte die Display-Anzeige nie lĂ€nger an bleiben als nötig. Am besten schaltet man sie daher immer mit dem Power-Knopf von Hand ab, sobald man das iPhone nicht mehr benutzt. ZusĂ€tzlich sollte man unter âEinstellungen/Allgemeinâ beim Punkt âAutomatische Sperreâ die Wartezeit reduzieren, nach der das Display ohne BenutzeraktivitĂ€t in den Ruhezustand wechselt. Das gröĂte Stromsparpotenzial bringt logischerweise die Einstellung â30 Sekundenâ.
GPS ist Stromfresser Nummer Zwei
Der GPS-Chip ist nach dem Display Stromfresser Nummer zwei. Man sollte also abwĂ€gen, welchen Apps man gestattet, den Standort abzufragen. Navigationssoftware, POI-Dienste und Blitzer-Apps gehören selbstverstĂ€ndlich auf diese Liste. Auch die Kamera-App, Siri oder âFreundeâ sind auf die GPS-Position angewiesen.
Ob aber der App-Store, Messenger-Dienste und soziale Netzwerke stĂ€ndig Ihre aktuelle Position kennen mĂŒssen, ist fraglich. PrĂŒfen Sie die EintrĂ€ge in âEinstellungen/Datenschutzâ unter Ortungsdienste im gleichnamigen Unterpunkt und schalten Sie dort gezielt jede App aus, die nicht zwingend den iPhone-Standort kennen muss oder wĂ€hlen Sie âBeim Verwendenâ. Ob gerade eine App den GPS-Chip abfragt, verrĂ€t ĂŒbrigens der kleine Pfeil oben rechts in der MenĂŒleiste.
Apps beenden
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, beendet nicht mehr benötigte Apps: Home-Button doppelt drĂŒcken und ĂberflĂŒssiges in der Multitasking-Ansicht nach oben aus dem Display wischen. Doch hantieren Sie damit bitte vorsichtig. TatsĂ€chlich dĂŒrfte das rituelle, stĂ€ndige SchlieĂen aller Apps den Akku sogar eher belasten: Ăffnet man diese Apps spĂ€ter wieder, mĂŒssen sie mit entsprechendem Energieaufwand erst neu starten und alle Inhalte laden.
Im Problemfall kann das "AbschieĂen" einzelner Apps auf diese Weise jedoch durchaus sinnvoll sein, falls diese sich im Hintergrund daneben benehmen. Immer wieder kommt es vor, dass Apps etwa durch permanente Aktivierung der Ortungsdienste oder andere Aktionen unnötig Ressourcen verbrauchen und dadurch die Akkulaufzeit merklich verringern. Zu den prominentesten Beispielen zĂ€hlten etwa die Facebook-App oder auch YouTube, in beiden FĂ€llen wurde mit Updates nachgebessert
Beenden Sie nicht mehr benötigte Apps mit GPS-Zugriff, damit die im Hintergrund nicht weiter den Akku belasten.
ĂberlĂŒssige Systemdienste, Effekte und Wallpaper
Systemdienste kann man teils abschalten
Die Systemdienste von iOS 9 finden sich in den Ortungsdiensten ganz unten. Sie sammeln ebenfalls fleiĂig Positionsdaten. Das kann bei Aufgaben wie der WLAN-Suche oder der Kompasskalibrierung fĂŒr den Nutzer sinnvoll sein, im Falle der OrtsabhĂ€ngigen iAds dienen sie aber eher Apple und den Werbedienstleistern.
Die Funktion "HÀufige Orte" brauchen Sie nicht, wenn Sie mit Bahn oder Fahrrad zur Arbeit fahren und daher auf eine Prognose verzichten können, wie lange Sie unterwegs sein werden. Autofahrer, die sich in der Mitteilungszentrale vor einem drohenden Stau warnen lassen möchten, sollten sie aber aktiv lassen.
Verbringt man den ganzen Tag am selben Ort, kann man die Ortungsdienste selbstverstĂ€ndlich komplett abschalten. âMein iPhone findenâ sollten Sie nicht abschalten, damit Sie Ihren Liebling orten können, wenn er geklaut oder verloren wurde.
ĂberflĂŒssige Effekte streichen
Die Punkte Kontrast erhöhen und Bewegung reduzieren bergen ein hohes Stromsparpotenzial.
Mit dem neuen Design sind seinerzeit mit iOS 7 auch zusÀtzliche Animationen in die grafische OberflÀche eingezogen. Der Zoom-Effekt macht den Aufruf von Apps und Einstellungsdialogen anschaulicher. Neigt man das iPhone, bewegt der Parallaxeffekt den Hintergrund auf dem Sperrbildschirm oder dem Home-Screen so mit, dass die Illusion rÀumlicher Tiefe entsteht.
So schön beide Effekte anzusehen sind, so krĂ€ftig langen sie auch bei der Energie zu. Bei voller Helligkeit erhöhte der Parallaxeffekt die Leistungsaufnahme bei einem iPhone 5 um beinahe 50 Prozent â freilich nur, solange wir das GerĂ€t bewegten. In der Summe kann man hier aber einiges sparen. Die Effekte lassen sich nur gemeinsam deaktivieren. Wer mehr Wert auf Akkulaufzeit denn auf Eleganz legt, aktiviert in den Einstellungen unter âAllgemein/Bedienungshilfen/Kontrast erhöhenâ die Option âTransparenz reduzierenâ.
Bewegte BildschirmhintergrĂŒnde
Seit iOS 7 dĂŒrfen Nutzer bewegte HintergrĂŒnde fĂŒr den Sperr- und Home-Bildschirm nutzen, die sich in den Einstellungen unter âHintergrund/Hintergrund wĂ€hlenâ finden. Die stetig ĂŒber das Display wandernden Kreise, die aussehen wie Luftblasen oder Lichtreflexe, bringen zwar Leben in die ansonsten flache und statische OberflĂ€che. Da sie aber wie der Parallaxeffekt auf Neigung reagieren, beschĂ€ftigen sie den Grafikchip des iPhones stĂ€ndig. Ist er aktiv, frisst der dynamische Hintergrund so viel wie der Parallaxeffekt â sehr viel fĂŒr ein rein kosmetisches Goodie. Mit einem konventionellen Einzelbild hĂ€lt der Akku also noch lĂ€nger durch.
Parallaxeffekt und dynamische HintergrĂŒnde halten den Grafikchip auf Trab und verbraten viel Energie.
Auch im Kontrollzentrum schlummert Potenzial. Neuere GerĂ€te zeigen es mit einem Milchglaseffekt an, sodass man den Hintergrund durchschimmern sieht. Schaltet man in den Einstellungen unter âAllgemein/Bedienungshilfenâ den Punkt âKontrast erhöhenâ ein, muss der Grafikchip keinen Effekt zaubern, und der Stromverbrauch sinkt. Bei voller Helligkeit macht das laut unseren Tests knapp 10 Prozent aus, solange das Kontrollzentrum angezeigt wird.
Stromkiller: Schlechtes Mobilfunknetz, Mobile Daten und AirDrop
Nicht benötigte Verbindungen abzuschalten trĂ€gt ebenfalls zu einer lĂ€ngeren Laufzeit bei. Steht im BĂŒro ein WLAN zur VerfĂŒgung, kann man Datenvolumen des Mobilfunkvertrags und Akku gleichermaĂen schonen und in den iOS-Einstellungen unter âMobiles Netzâ den Punkt âMobile Datenâ deaktivieren.
Das LTE- oder UMTS-Modul bleibt aber weiterhin aktiv, auch wenn es sich nicht mehr um den Datentransfer kĂŒmmern muss. Noch mehr Energie spart also, wer zusĂ€tzlich â3G aktivierenâ respektive âLTE aktivierenâ abschaltet. Will man eine Zeitlang gar keine Daten ĂŒbertragen, weil man schlĂ€ft, spielt oder im Flieger sitzt, kann man im Kontrollzentrum auch noch das WLAN deaktivieren und so noch ein Quentchen mehr Energie sparen.
Befindet man sich in einem Gebiet mit schlechter Netzabdeckung, muss das iPhone viel Energie aufwenden, um die Verbindung zum Funkmasten zu halten. Auch in diesem Fall lohnt es sich, auf 3G und LTE zu verzichten, weil das GSM-Netz nach wie vor besser ausgebaut ist und sein Datendienst EDGE eine höhere Reichweite hat. NatĂŒrlich liegen seine Datenraten weit niedriger als in einem 3G-Netz, aber zum schnellen Surfen können Sie ja das bessere Funknetz jederzeit wieder aktivieren.
In Gebieten mit schlechtem Empfang schaltet man 3G und LTE besser aus und lĂ€sst das sparsamere EDGE ĂŒbernehmen.
Aktives Bluetooth verkĂŒrzt Laufzeit nicht
In Ratgebern liest man oft den Tipp, man solle auch Bluetooth abschalten. Das können wir nicht bestĂ€tigen, denn in unseren Messungen zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen aktiviertem und nicht aktiviertem Bluetooth. Zu unserer Ăberraschung verkĂŒrzte selbst Musik-Streaming ĂŒber einen Bluetooth-Lautsprecher die Laufzeit nicht nennenswert.
AirDrop hÀlt stÀndig Ausschau
AirDrop dient dazu, unkompliziert Dateien zwischen zwei iOS-GerĂ€ten auszutauschen. Dabei sind WLAN und Bluetooth parallel aktiv, und das iPhone hĂ€lt ĂŒber Bluetooth stĂ€ndig Ausschau nach potenziellen Partnern. Steht gerade kein Datentransfer an, schaltet man AirDrop im Kontrollzentrum am besten ganz aus. Eine bestehende WLAN-Verbindung wird dadurch nicht unterbrochen, und auch Bluetooth bleibt aktiv.
Mit AirDrop tauschen iOS-GerĂ€te bequem Dateien aus.âSteht keinâTransfer an, deaktiviert man die Funktion im Kontrollzentrum.
Selbst wenn man weder telefoniert noch Datendienste nutzt, sind lĂ€ngere Reisen, bei denen sich das iPhone stĂ€ndig in neuen Mobilfunkzellen anmelden muss, eine Tortur fĂŒr den Akku. Wer nicht unbedingt erreichbar sein muss, sollte deshalb vor einer lĂ€ngeren Bahn- oder Autofahrt quer durchs Land den Flugmodus im Kontrollzentrum einschalten (vom unteren Bildschirmrand nach oben wischen und Flugzeugsymbol antippen). Keinen Stromspareffekt bringt hingegen der Modus âNicht störenâ, der das iPhone bei Anrufen stumm schaltet und auch keine Nachrichten anzeigt, solange das Telefon gesperrt ist. Auf Empfang bleibt es nĂ€mlich trotzdem.
Benachrichtigungen zÀhmen
Dass Apps Informationen wie verpasste Anrufe, Nachrichten oder andere Hinweise auf dem Sperrbildschirm anzeigen können, ist fĂŒr den Nutzer komfortabel. Damit das Display nur fĂŒr wirklich wichtige Informationen angeknipst wird, legt man unter âEinstellungen/Mitteilungenâ fĂŒr jede App fest, ob sie sich auch auf dem Sperrbildschirm zu Wort melden darf.
Alle unwichtigen Benachrichtigungen sollte man mit dem Schalter namens âIm Sperrbildschirmâ deaktivieren, im jeweiligen App-Eintrag ganz unten, sodass sie nur noch in der Mitteilungszentrale auftauchen. Diese zieht man durch Wischen vom oberen Displayrand nach unten aufs Display.
Push oft die bessere Wahl
Immer mehr Dienste nutzen Push-Benachrichtigungen, um dem Nutzer Informationen und Meldungen zeitnah zur VerfĂŒgung zu stellen. In fast allen Ratgebern ist zu lesen, man solle sie deaktivieren, was die Laufzeit verlĂ€ngere. Doch entgegen der landlĂ€ufigen Meinung spart man mit Push sogar Strom.
Push gilt als Stromfresser. Dabei ist der gemeinsame Empfangskanal effizienter, als jeder App Abfragen zu erlauben.
Das erscheint auf den ersten Blick nicht intuitiv, weil das iPhone stĂ€ndig nach neuen Nachrichten lauschen muss. Der Vorteil ist aber, dass iOS fĂŒr alle Push-fĂ€higen Apps eine gemeinsame Verbindung zu Apples Servern offen hĂ€lt, sodass nicht stĂ€ndig separate Abfragen einzelner Apps das GerĂ€t aufwecken. Deshalb bringt es auch nur wenig, einzelnen Apps den Push-Dienst zu verweigern. Umgekehrt ist der Stromspareffekt umso gröĂer, je mehr Apps Push anstelle anderer Methoden nutzen.
Wer hingegen nur wenige Mails oder Meldungen bekommt oder auf deren frĂŒhestmögliche Zustellung keinen Wert legt, ist mit einer manuellen Abfrage genauso gut bedient und entlockt dem Akku noch ein wenig mehr Laufzeit. Dann schaltet man Push in âMail, Kontakte, Kalenderâ unter âDatenabgleichâ ab. Stattdessen definiert man fĂŒr die Option âLadenâ entweder ein möglichst groĂes Abrufintervall von bis zu einer Stunde oder stellt den Abruf auf âManuellâ. Mit dieser Vorgabe wird das iCloud-Konto erst abgefragt, wenn man die entsprechende Anwendung öffnet.
Die manuelle Abfrage lohnt, wenn man ohnehin nur wenige Nachrichten erwartet oder der zeitnahe Empfang unkritisch ist.
App-Downloads nicht ĂŒber Akkustrom
Updates halten Apps auf dem aktuellen Stand, liefern neue Funktionen und schlieĂen SicherheitslĂŒcken. Alles gute GrĂŒnde, sich mit ihrer Installation nicht allzu viel Zeit zu lassen und die komfortablen automatischen Downloads zu nutzen. Wartet man damit aber bis zum Abend, wenn das iPhone daheim am Netzteil hĂ€ngt, muss man nicht kostbaren Akkustrom fĂŒr Download und Aktualisierung investieren.
Automatische Downloads lassen sich in den Einstellungen im MenĂŒpunkt âiTunes & App Storeâ einzeln fĂŒr Musik, BĂŒcher, Apps und Updates deaktivieren. Bei der Gelegenheit prĂŒft man auch gleich, dass der Eintrag âMobile Daten verwendenâ direkt darunter deaktiviert ist. Er bezieht sich nur auf die oben genannten Updates.
Hintergrundaktualisierung
Das Multitasking-Modell von iOS erlaubt inzwischen auch Anwendungen, die nicht im Vordergrund laufen, auf Ortsdaten sowie M-Coprozessoren der iPhones zuzugreifen und im Hintergrund Daten abzufragen, um sich auf dem neuesten Stand zu halten. Sinnvoll ist dies etwa bei der Wetter-App. Die Dauerbereitschaft verbraucht aber ebenfalls Energie. In den Einstellungen wĂ€hlt man im Abschnitt âAllgemeinâ unter Hintergrundaktualisierung deshalb gezielt aus, welcher App man den stĂ€ndigen Datenempfang erlaubt. Auch hier gilt: Apps, die man nicht mehr benötigt, beendet man besser. Meist reicht es vollkommen, wenn etwa die Aktien-App ihre Inhalte erst beim nĂ€chsten Aufruf aktualisiert.
Nur wirklich wichtige Apps sollten das Display mit Meldungen im Sperrbildschirm aufwecken dĂŒrfen.
Insgesamt bringen die Tipps wertvolle Stunden und vor allem der neue Stromsparmodus hilft, schnell und einfach die Laufzeit zu verlĂ€ngern. Schade ist nur, dass Apple keine Profile in iOS vorsieht, mit denen man diverse Einstellungen abhĂ€ngig von Aufenthaltsort oder Nutzung automatisch treffen könnte. Wenn Sie uns fragen: eine sinnvolle Verbesserung fĂŒr ein zukĂŒnftiges iOS-Update.
(bkr [2])
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