Fest verbandelt
Der Hiptop 2 gefĂ€llt als Terminverwalter und E-Mail-Client fĂŒr unterwegs, die Daten lassen sich auch ĂŒber ein Web-Portal abrufen.
Der Hiptop 2 gefĂ€llt als E-Mail-Client fĂŒr unterwegs. Anbieter E-Plus nutzt fĂŒr die Internet-Funktionen die Server der US-Firma Danger.
Wie schon beim ersten Hiptop, den E-Plus seit 2003 anbietet, lĂ€uft auch beim neuen Hiptop 2 der Zugriff zum Internet ausschlieĂlich ĂŒber die Server der US-Firma Danger. Deren Part ist es, Webseiten fĂŒr die Darstellung auf dem Display des Hiptop 2 zu optimieren.
Hiptop-2-Kunden berechnet E-Plus fĂŒr eine obligatorische Daten-Flatrate rund 20 Euro im Monat, die auf GPRS-Verbindungen zwischen diesem EndgerĂ€t und dem Danger-Server beschrĂ€nkt ist. DarĂŒber hinaus muss man beim Kauf eines Hiptop 2 eines von vier Paketangeboten fĂŒr Sprachtelefonie hinzubuchen â zu einem GerĂ€tepreis von 329,90 Euro kommen monatliche Kosten von insgesamt 45 Euro (siehe Tabelle).
Das GehĂ€use des 13 cm breiten Hiptop 2 wirkt solide, Gummileisten an den RĂ€ndern sorgen fĂŒr den sicheren Halt mit einer Hand. Viele Funktionen des Hiptop 2 sind dank der Ă€uĂeren Bedienelemente wie Scrollrad (rechts) und Navigationstaste (links am GerĂ€t) auch bei zugeklappter Tastatur zugĂ€nglich. Ein Dreh am Display gibt die darunter liegenden Tasten in QWERTZ-Anordnung frei.
Die Anwahl von GesprĂ€chspartnern erleichtert das Adressbuch, das bis zu 2000 Kontakte fasst. Solange man das 184 Gramm schwere Smartphone ans Ohr hĂ€lt, ĂŒberzeugt es mit guter SprachĂŒbertragung. Eine Freisprecheinrichtung ist vorhanden und sorgt fĂŒr ausreichende VerstĂ€ndlichkeit. Hingegen quĂ€len die Angerufenen hochfrequente StörgerĂ€usche, wenn man den mitgelieferten Ohrhörer mit separatem Mikrofon nutzt.
Jugendliche nutzen das GerĂ€t spontan als Spielkonsole und stören sich nicht an der mit 240 x 160 Pixeln mĂ€Ăigen Auflösung des Displays mit 16 Bit Farbtiefe, das zum Spiegeln neigt. Bei unserem TestgerĂ€t war ein Spiel vorinstalliert.
Die eingebaute Kamera (640 x 480 Pixel) mit Fotolicht taugt fĂŒr SchnappschĂŒsse. Eine MMS-Funktion zu deren Versand fehlt dem Hiptop 2. Drahtlos-Schnittstellen wie IrDA oder Bluetooth vermissten wir ebenfalls.
Laut Danger sollen alle Hiptop-2-GerĂ€te im Lauf des Jahres mit einem "update-over-the-air" Java-fĂ€hig werden. Erst dann kann der Hiptop 2 sein Potenzial als "Surfmaschine" voll ausreizen. Das automatische Umwandeln von Websites auf dem Danger-Server fĂŒr die Darstellung auf dem Display funktionert derzeit nur mit reinen HTML-Seiten zufriedenstellend: Textinformationen werden mit rund 46 Zeichen je Zeile umbrochen, Hyperlinks bleiben aktiv. GIF-, JPEG- und PNG-Bilddateien skaliert der Server auf Handy-taugliche GröĂe und reduziert zugleich das zu ĂŒbertragende Datenvolumen. Mit steigender KomplexitĂ€t der Website sinkt allerdings die Chance auf deren korrekte Darstellung.
Pluspunkte sammelt der Hiptop 2 in seiner Funktion als Push-E-Mail-Client. Den Eingang von Nachrichten meldet das GerĂ€t selbststĂ€ndig, solange eine Verbindung zum Server besteht. Textinhalte angehĂ€ngter PDF-Dateien oder Word-Dokumente setzt der Danger-Server analog zur Darstellung von Internetseiten um, in Dokumente eingebundene Bilder unterschlĂ€gt er jedoch. Mit der korrekten Umwandlung von Tabellen ist die Danger-Applikation ebenfalls ĂŒberfordert. AuĂer zum E-Mail-Account von E-Plus lassen sich mit geringem Aufwand POP3-ZugĂ€nge zu anderen E-Mail-Konten konfigurieren.
Im GeschĂ€ftsleben verbreitete Excel- und Powerpoint-Dateien kann der Hiptop 2 nicht darstellen. StiefmĂŒtterlich behandelt er auch Audiodateien wie MIDI oder WAV, die er nur bis zu einer GröĂe von 100 KByte verarbeitet. MP3- oder Videoformate kennt er gar nicht.
SĂ€mtliche Inhalte des Hiptop 2 werden auf dem Portal www.eplus-hiptop.de, wo sich Neukunden zunĂ€chst anmelden mĂŒssen, gespiegelt. Fotos, E-Mail, Termine oder KontakteintrĂ€ge lassen sich so bequem am PC verwalten. Sobald eine GPRS-Verbindung besteht, erfolgt ein Datenabgleich zwischen Hiptop 2 und Webportal. FĂŒr dessen Zugangspasswort ist also strikte Geheimhaltung geboten. Beim EndgerĂ€t kann ein Datenschutzcode aktiviert werden.
Wer ein kompaktes Smartphone sucht, um unterwegs E-Mail zu lesen oder zu surfen, findet im Hiptop 2 einen intuitiv bedienbaren Begleiter fĂŒr die Westentasche. Seit Ende Mai ist der Hiptop2 in nahezu identischer Form unter dem Namen Sidekick II bei T-Mobile erhĂ€ltlich. Bis zum Jahresende hat T-Mobile die VolumenbeschrĂ€nkung fĂŒr dass Surfen mit dem Sidekick II aufgehoben. Der so entstandene Wettbewerb lĂ€sst auf weiter sinkende Preise und die Erweiterung der FĂ€higkeiten der GerĂ€te hoffen. (ssu)
|
||||||||||
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1899532
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/altcms_bilder/61085/1_hires.jpg
[2] https://www.heise.de/altcms_bilder/61085/1_hires.jpg
Copyright © 2005 Heise Medien
[1]