bwin zieht sich aus den USA zurück
Nachdem die US-Regierung den "Unlawful Internet Gambling Enforcement Act" verabschiedet hat, sieht sich der österreichische Wettanbieter seiner Geschäftsgrundlage beraubt und zieht sich mit Echtgeldwetten aus den USA zurück.
Der österreichische Wettanbieter bwin [1] (früher betandwin) werde "nach umfassender Analyse und eingehender Rechtsberatung in Anerkennung des neuen Gesetzes [...] ab sofort keine neuen US-Kunden für das bestehende Echtgeld-Glücksspielangebot" annehmen, gab der Konzern am gestrigen Freitag Abend bekannt. Zur selben Zeit hat US-Präsident George W. Bush den zuvor von der US-Regierung verabschiedeten [2] Unlawful Internet Gambling Enforcement Act unterzeichnet, der es Kreditinstituten und Banken untersagt, finanzielle Transaktionen mit Internet-Wettanbietern und Online-Casinos abzuwickeln. Bwin hatte erst im Frühjahr mit Ongame [3] einen auf Online-Pokerspiele spezialisierten Glückspielanbieter in den USA übernommen. Im zweiten Quartal hatte Ongame in den USA einen Brutto-Ertrag von 20 Millionen US-Dollar erspielt, die knapp 20 Prozent des Gesamtumsatzes von bwin ausmachen. Diese Einnahmequelle bricht nun weg. Zukünftig will bwin in den USA nur noch Poker-Partien mit Spielgeldeinsätzen anbieten.
Auch in Europa steht bwin derzeit unter Beschuss: So wurden die Geschäftsführer in Frankreich wegen illegalen Glücksspiels vorrübergehend verhaftet. In Deutschland war bwin die Glücksspiel-Lizenz im August entzogen worden [4]. (hag [5])
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[1] https://www.bwin.com/splash.aspx?
[2] https://www.heise.de/news/Rien-ne-va-plus-fuer-Internet-Gluecksspiele-in-den-USA-167725.html
[3] http://www.ongame.com/
[4] https://www.heise.de/news/Bwin-Betandwin-will-Verbot-mit-Hilfe-des-Internets-unterlaufen-150834.html
[5] mailto:hag@ct.de
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