Zweiter Galileo-Testsatellit erfolgreich gestartet
Heute frĂŒh um 4 Uhr setzte eine im kasachischen Baikonur gestartete russische TrĂ€gerrakete den Satelliten "Giove B" im All aus.
Heute frĂŒh um 4 Uhr setzte eine im kasachischen Baikonur gestartete russische Sojus-TrĂ€gerrakete "Giove B" auf eine Erdumlaufbahn aus. Die beiden Solarpanele, die den Satelliten mit Energie versorgen, entfalteten sich problemlos und waren um 05.28 Uhr mitteleuropĂ€ischer Sommerzeit voll einsatzbereit, berichtet [1] das Deutsche Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt [DLR] in Berlin und die europĂ€ische Raumfahrtagentur esa [2].
Der zweite Testsatellit des geplanten europĂ€ischen Navigationssystems Galileo soll die Phase der so genannte In-Orbit Validation (IOV) zur Signalkonfiguration eröffnen und Tests zur hochgenauen Messung von Signallaufzeiten erlauben. An Bord des Satelliten ist unter anderem eine höchst genaue Atomuhr, basierend auf dem Prinzip eines Masers (Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation). Neben dem prĂ€zisen und zuverlĂ€ssigen Wasserstoff-Maser trĂ€gt der Satellit auch zwei Rubidium-Atomuhren. AuĂerdem dient Giove B der Vermessung und Bestimmung der optimalen Umlaufbahnen fĂŒr die zukĂŒnftigen Galileo-Satelliten; 30 davon sollen bis zum Jahr 2013 ins All geschossen werden und weltweit zur Positionsbestimmung und Navigation dienen. Das umstrittene Galileo-Projekt [3] soll 3,4 Milliarden Euro kosten und dem amerikaniischen GPS (Global Positioning System) Konkurrenz machen. Denkbar ist auch eine Kombination beider Systeme zur noch genaueren Positionsbestimmung. (jes [4])
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[1] http://www.dlr.de/DesktopDefault.aspx/tabid-1/86_read-12329/
[2] http://www.esa.int/SPECIALS/GIOVE-B_launch/SEM9GD2QGFF_0.html
[3] http://www.heise.de/newsticker/meldung/106925
[4] mailto:jes@ct.de
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