Zurück zu den Wurzeln
Volkswagen nennt das Vorserienmodell des Golf VI GTI eine "seriennahe Studie". Wir können darauf wetten, dass zur Markteinführung im Frühjahr 2013 nicht mehr viel zu ändern sein wird
Wolfsburg/Paris, 2. Oktober 2012 – Der Golf VII GTI steht in den Startlöchern. Volkswagen nennt das Vorserienmodell auf dem Pariser Autosalon 2012 (noch bis 14. Oktober) eine "seriennahe Studie". Wir können darauf wetten, dass zur Markteinführung im Frühjahr 2013 nicht mehr viel zu ändern sein wird.
220 PS und Kleinwagenverbrauch
Der Zweiliter-Turbo-Benzindirekteinspritzer mit 220 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Nm ist eine Exklusivbestückung für den Sportableger. Sie wurde aus dem turbogeladenen Ottomotor EA888 des Serien-Golf [1] weiterentwickelt. Der Spurt von null auf 100 km/h soll 6,6 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit soll 246 km/h betragen. Serienmäßig sind eine Start-Stopp-Automatik und ein Sechsgang-Schaltgetriebe, Option wird ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Der Verbrauch im NEFZ soll laut VW bei 6 l/100 km liegen, die ab 2014 gültige Euro-6-Abgasnorm schon ab Verkaufsstart erfüllt werden.
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Mit Performance-Paket näher am Ur-GTI
Für ambitionierte GTI-Treiber wird es ab Werk ein Performance-Paket geben. Die Leistung erhöht sich bei gleich bleibendem Drehmoment und Verbrauch um zehn auf 230 PS, die Beschleunigung um eine Zehntelsekunde, die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h. Neben diesem Proforma-Leistungsplus soll vor allem ein verbessertes Handling den GTI verschärfen: Die Bremsscheiben wachsen von 16 Zoll im herkömmlichen GTI auf 17 Zoll. Außerdem besitzt das Performance-Modell serienmäßig eine neu entwickelte Vorderachsquersperre mit steuerbarem Lamellenpaket, die Untersteuern verringern soll, indem sie mehr Kraft an das kurvenäußere Rad abgibt. Mit der höheren Agilität durch dieses Paket sollte in Verbindung mit dem verringerten Gewicht des Golf VII wieder etwas mehr vom typischen, inspirierenden Fahrgefühl des 850 kg leichten Ur-GTI durchkommen.
Variable Lenkübersetzung
Als Weltpremiere gibt es im neuen Kompaktsportler erstmals eine so genannte Progressivlenkung [4]. Technisch unterscheidet sich diese im Wesentlichen durch eine variable Verzahnung der Zahnstange und der Ritzel sowie einer kräftigeren elektrischen Lenkunterstützung als bei den herkömmlichen Modellen. Anders als beim Kompromiss zwischen Fahrdynamik und Komfort bei einer konstanten Lenkübersetzung wird hier die Verzahnung der Zahnstange über den Lenkeinschlag verändert. So erreicht man ein deutlich agileres Lenkverhalten in fahrdynamischen Situationen, ohne den Geradeauslauf zu verschlechtern oder das Einparken zu erschweren. Die Progressivlenkung ist in allen anderen Golf-Versionen gegen Aufpreis erhältlich.
Wiedererkennung gesichert
Wie alle bisherigen GTI differenziert sich auch die aktuelle Studie vom Serien-Golf. GTI-Merkmale sind die rot lackierten Bremssättel, die Wabenstruktur der Lufteinlassgitter, abgedunkelte LED-Rückleuchten sowie links und rechts jeweils ein verchromtes Auspuffendrohr. Dazu kommt die markante Schürze mit integrierten LED-Nebelscheinwerfern und ein roter Streifen im Kühlergrill bis in die Gehäuse der Bi-Xenon-Scheinwerfer. Weitere Unterschiede zum Serienmodell sind der Dachkantenspoiler und dezente GTI-Schriftzüge vorn, hinten und auf den vorderen Kotflügeln. Serienmäßig sind 17-Zoll-Felgen, optional gibt es 18-Zoll-Varianten. Das Sportfahrwerk legt den sportlichen Kompakten 15 Millimeter tiefer.
Karo, was sonst
Die Sportsitze zitieren mit ihrem Karomuster das Dessin des Ur-GTI. Rote Ziernähte im Bereich der Sitze und an der Schalthebelverkleidung sorgen für Kontraste. Typisch für den GTI sind außerdem das Sportlenkrad und der golfballähnliche Schaltknauf. In der Verkaufsversion werden eine Klimaanlage, Müdigkeitserkennung sowie ein Radiosystem mit SD-Karten-Slot und Aux-In-Schnittstelle zur Serienausstattung gehören. Eine rote Ambientebeleuchtung, eine weiterreichende Tachoanzeige sowie eine Pedalerie aus gebürstetem Edelstahl soll es auch geben. (fpi [5])
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