Zukunft von Corel Linux fraglich
Corel überlegt angeblich, seine Linux-Abteilung komplett zu verkaufen.
Corel denkt darüber nach, seine Linux-Abteilung komplett zu verkaufen. Die Linux-Produkte – das Desktop-Betriebssystem Corel Linux OS sowie mehrere nach Linux portierte Desktop-Anwendungen – finden offenbar nicht den erwarteten Anklang bei den Kunden, will die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmenskreisen erfahren haben.
Michael Cowpland, der im Sommer zurückgetretene [1] frühere Corel-Chef, hatte für dieses Jahr einen Umsatz von 20 Millionen US-Dollar mit Linux-Produkten prognostiziert; bislang sind davon allerdings erst 6,1 Millionen US-Dollar zusammengekommen. Jetzt lautet das Motto für Linux offenbar "ganz oder gar nicht": Angesichts seiner insgesamt schwierigen finanziellen Lage [2] will der kanadische Software-Hersteller den Linux-Bereich entweder ganz abstoßen oder aber weiter ausbauen, erklärte eine Firmensprecherin. Eine endgültige Entscheidung solle im Dezember oder Januar fallen.
Anfang Oktober hate Microsoft dem Konkurrenten mit einer Investition [3] von 135 Millionen US-Dollar unter die Arme gegriffen und so einen drohenden Konkurs verhindert. Schon damals waren Zweifel aufgekommen, inwieweit sich das Engagement von Microsoft mit Corels Linux-Ambitionen verträgt. (odi [4])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-29047
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Corel-Chef-tritt-ab-in-die-zweite-Reihe-27698.html
[2] https://www.heise.de/news/Corel-in-gebremstem-Sturzflug-27387.html
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-kauft-25-Prozent-von-Corel-28042.html
[4] mailto:odi@ix.de
Copyright © 2000 Heise Medien