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Zeitungsbericht: Agilent verkauft Halbleiter-Sparte

Peter-Michael Ziegler

Der US-amerikanische Messtechnik-Spezialist Agilent Technologies will sich nach Informationen des Wall Street Journal von seinem milliardenschweren Chip-Geschäft trennen.

Der US-Technologiekonzern Agilent Technologies [1] will angeblich seine Halbleiter-Sparte verkaufen und sich künftig wieder auf das Kerngeschäft der Test- und Messtechnik konzentrieren. Einem Bericht des Wall Street Journal vom heutigen Montag zufolge soll die Chip-Sparte, die im vergangenen Jahr mit rund zwei Milliarden US-Dollar zum Agilent-Gesamtumsatz in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar beitrug, einen Wert von 1,5 bis 2 Milliarden US-Dollar haben. Die Goldman Sachs Group bereite derzeit eine Versteigerung der Chip-Sparte vor, berichtet die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Agilent war 1999 aus dem Computer-Konzern Hewlett-Packard ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht worden. Nach drastischen Stellenkürzungen [2] in den vergangenen Jahren beschäftigt das Unternehmen heute weltweit knapp 30.000 Mitarbeiter, davon 6800 in der Chip-Sparte. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005 erzielte Agilent einen Gewinn von 95 Millionen US-Dollar, der Umsatz betrug 1,69 Milliarden US-Dollar. Seit März leitet William Sullivan das Unternehmen als CEO. Zuvor war Sullivan unter anderem für die Halbleiter-Sparte im Konzern verantwortlich. (pmz [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-107777

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.agilent.de
[2] https://www.heise.de/news/Erneut-Stellenabbau-bei-Agilent-77457.html
[3] mailto:pmz@ct.de