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Zahl der Phishing-Mails nimmt rasant zu

Andreas Wilkens

Immer mehr E-Mails dienen dem Zweck, wichtige Informationen wie Kontodaten der Empfänger auszuspionieren, hat der Sicherheitsdienstleister Messagelabs ermittelt.

Die Zahl der Phishing-Mails ist in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Das hat der Sicherheitsdienstleister Messagelabs [1] herausgefunden. Im September 2003 habe er 279 solcher betrügerischen E-Mails abgefangen, im September 2004 seien es bereits mehr als zwei Millionen gewesen. Im Laufe dieses Jahres habe das Unternehmen bisher 18 Millionen Phishing-Mails registriert.

Messagelabs macht darauf aufmerksam, dass die Versender der betrügerischen Mitteilungen neue Tricks [2] entwickelt haben, um an wichtige Daten ihrer Opfer zu kommen. So sei es nicht mehr unbedingt nötig, dass der Empfänger auf einen Link in einer Phishing-Mail klicken muss, damit die Betrüger erfolgreich sind. Die Absender tragen für bestimmte Banken eigene IP-Adressen in die Hosts-Datei ein, die zu präparierten Servern führen.

Ein weiterer Trend, der sich in diesem Jahr abgezeichnet hat, sind erpresserische DDoS-Attacken wie die im Sommer auf Wettbüros [3] oder das Versenden kinderpornografischen Materials, um den Ruf von Organisationen zu schädigen. Der Trend werde nach Meinung von Messagelabs im kommenden Jahr anhalten. 73 Prozent des E-Mail-Verkehrs bestehe mittlerweile aus Spam, hat das Unternehmen weiter festgestellt. Im Jahr 2003 betrug der Durchschnittswert 40 Prozent. (anw [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-119803

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.messagelabs.com/news/detail/default.asp?contentItemId=1245&region=
[2] https://www.heise.de/news/Phishing-Tricks-werden-immer-ausgefeilter-113284.html
[3] https://www.heise.de/news/DDoS-Erpressung-gegen-Online-Wettbueros-102957.html
[4] mailto:anw@heise.de