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Yahoo-Chefin Marissa Mayer kann Werbeschwund nicht stoppen

Seit dem Amtsantritt von Yahoo-Chefin Marissa Mayer sind die Nutzerzahlen gestiegen. Doch das Unternehmen konnte dies bislang nicht in höhere Werbeeinnahmen ummĂŒnzen. Mayer bittet um Geduld.

Auch anderthalb Jahre nach ihrem Amtsantritt kĂ€mpft Yahoo-Chefin Marissa Mayer mit Problemen bei dem Internet-Unternehmen. Im Schlussquartal setzte sich der RĂŒckgang der wichtigen Werbeeinnahmen fort. Yahoo bĂŒĂŸte insbesondere bei den grafischen Anzeigen ein, den sogenannten Bannern. Nachbörslich fiel die Aktie am Dienstag um 4 Prozent.

Erst kĂŒrzlich hatte mit Henrique de Castro ausgerechnet derjenige Spitzenmanager gehen [1] mĂŒssen, der das WerbegeschĂ€ft in Schwung bringen sollte. "Es war die richtige Entscheidung fĂŒr das Unternehmen", soll Mayer in einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt haben.

Der gesamte Quartalsumsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Dollar, wie Yahoo berichtete [2]. In der Folge fiel auch der operative Gewinn. Nur dank geringerer Steuern und lohnender Beteiligungen konnte Yahoo den Nettogewinn um 28 Prozent auf 348 Millionen Dollar steigern. Ein Patentverkauf besserte die Kasse zusÀtzlich auf.

Yahoo sieht sich bei der Jagd nach Werbegeldern harter Konkurrenz von Rivalen wie Google oder Facebook ausgesetzt. Mayer versucht seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2012, mit neuen Inhalten sowie ZukĂ€ufen wie der Blog-Plattform Tumblr dagegenzuhalten. Dies soll mehr Nutzer anlocken und damit am Ende auch zu höheren Werbeeinnahmen fĂŒhren. Bislang blieb der durchschlagende Erfolg auf geschĂ€ftlicher Seite aber aus.

"Das Unternehmen aufzubauen, das wir uns vorstellen, wird Jahre dauern", erklĂ€rte Mayer. Mit den bisherigen Fortschritten sei sie aber zufrieden. Die Nutzerzahlen stiegen. Sie fĂŒhrte als positive Beispiele unter anderem Tumblr an sowie doppelt so hohe Zugriffe von Smartphones und Tablets.

"Wir sind uns sicher, dass die GeschĂ€ftsentwicklung in die richtige Richtung geht", sagte Finanzchef Ken Goldman. Er erwartet fĂŒr das laufende Quartal einen Umsatz, der in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums liegt. Den operativen Gewinn sieht er indes abermals schrumpfen.

Zur Situation bei Yahoo siehe auch:

(kbe [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2099361

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Marissa-Mayers-Topmanager-verlaesst-Yahoo-2087190.html
[2] http://files.shareholder.com/downloads/YHOO/2888040621x0x721488/198881df-8bdf-49e7-9345-97ac0a6c535b/Q413_YHOOEarningsSlides_vsFINAL.pdf
[3] https://www.heise.de/news/Yahoo-Es-wird-Jahre-dauern-2099398.html
[4] mailto:kbe@heise.de