Windenergie: Bundesnetzagentur schreibt Offshore-FlÀchen aus
Ăbersichtskarte Offshore-Windenergie in Deutschland.
(Bild: Stiftung Offshore-Windenergie)
Bis 2030 sollen in Deutschland auf See 20 GW Strom mit Windkraft erzeugt werden. Die Bundesnetzagentur hat auf dem Weg dorthin weitere FlÀchen ausgeschrieben.
Die Bundesnetzagentur hat zwei FlĂ€chen in der Nord- und eine FlĂ€che in der Ostsee fĂŒr Windenergieanlagen ausgeschrieben. Das Ausschreibungsvolumen betrĂ€gt insgesamt 958 MW, davon 658 MW in der Nordsee und 300 MW in der Ostsee. Die Windparks sollen bis 2026 fertiggestellt sein.
Die Bundesregierung strebt an, die Offshore-Windenergie bis 2030 auf 20 GW auszubauen. Bisher werden auf deutschen FlÀchen etwa 7,8 GW Strom auf diese Weise erzeugt. Bis 2025 will die Bundesnetzagentur eine Leistung von insgesamt knapp 9,7 GW ausschreiben.
Zurzeit keine Anlagen im Bau
Gebote können bis 1. September 2021 eingereicht werden, der Höchstwert fĂŒr Gebote betrĂ€gt 7,3 ct/kWh. Den Zuschlag fĂŒr die ausgeschriebenen FlĂ€chen soll jeweils der Bieter erhalten, der den geringsten Förderbedarf fĂŒr einen Windpark auf der FlĂ€che anmeldet, geht aus der Ausschreibung hervor [1] . FĂŒr zwei der drei FlĂ€chen bestehen gesetzliche Eintrittsrechte der Unternehmen, die dort ursprĂŒnglich einmal Offshore-Windparks geplant hatten.
Nach den beiden Ausschreibungen in den Jahren 2017 und 2018 sind dies erstmals Ausschreibungen nach dem "zentralen Modell". Es werden also nicht nur die Förderung und die NetzanbindungskapazitĂ€t ausgeschrieben, sondern zugleich auch das Recht, beim zustĂ€ndigen Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Planfeststellung fĂŒr die Bebauung der FlĂ€chen mit einem Offshore-Windpark zu beantragen. Das BSH untersucht die Meeresumwelt, den Baugrund und die wind- und ozeanographischen VerhĂ€ltnisse fĂŒr die FlĂ€chen.
Zurzeit werden keine neuen Offshore-Windenergieprojekte (OWP) gebaut, sodass fĂŒr dieses Jahr kein Leistungszubau erwartet wird, geht aus einem Bericht der Deutschen Windguard hervor. Ab 2022 sollen die in den Ausschreibungsrunden 2017/2018 vergebenen OWP in Betrieb genommen werden. Diese werden den Leistungsbestand bis 2025 voraussichtlich auf 10,8 GW steigern. Die EU-Kommission hatte im Herbst 2020 eine Strategie ausgegeben [2], laut der die Offshore-Windkraft-KapazitĂ€t von zurzeit 12 GW bis zum Jahr 2050 auf 300 GW ausgebaut werden soll.
(anw [4])
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