Wiener Gericht weist Sammelklage gegen Facebook zurĂŒck
Max Schrems kÀmpft juristisch gegen den laschen Datenschutz bei Facebook.
(Bild: dpa / Max Schrem)
Mit seiner Klage gegen Facebook ist der Datenschutzaktivist Max Schrems in Wien nun erst einmal gescheitert. Das Gericht erklĂ€rte sich fĂŒr nicht zustĂ€ndig, weil Schrems Facebook zum fraglichen Zeitpunkt nicht nur privat genutzt hat.
Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems ist mit seiner Sammelklage gegen das soziale Netzwerk Facebook [1] zunĂ€chst gescheitert. Das Wiener Landgericht erklĂ€rte sich fĂŒr nicht zustĂ€ndig [2]. "Das Gericht hat entschieden, dass der KlĂ€ger zum maĂgeblichen Zeitpunkt kein Verbraucher war, sondern Facebook auch beruflich genutzt hat", sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Nur ein Verbraucher hat jedoch das Recht, an einem Gericht in seiner Heimat zu klagen.
Rechtsstreit geht weiter
Schrems kĂŒndigte umgehend Rechtsmittel gegen den Beschluss an [3]. Er hatte die Klage im Namen von sieben weiteren Aktivisten eingebracht. AuĂerdem haben weltweit 25.000 Menschen ihre Interessen an die klagende Gruppe abgetreten, ohne bereits offiziell zu den KlĂ€gern zu gehören. Facebook zeigte sich zufrieden. "Dieser Rechtsstreit war unnötig und wir sind erfreut, dass das Gericht die Klagen entschieden zurĂŒckgewiesen hat", teilte das Unternehmen mit.
Schrems wirft Facebook unter anderem ungĂŒltige Datenschutzbestimmungen, ein AusspĂ€hen des Surfverhaltens und die Teilnahme an einem Ăberwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA vor. (mho [4])
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[2] http://www.europe-v-facebook.org/sk/PR_LG_de.pdf
[3] https://twitter.com/maxschrems/status/616138474689798144
[4] mailto:mho@heise.de
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