Werbewirtschaft trommelt gegen VerschÀrfung des Datenschutzes
Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft sieht durch eine schÀrfere Datenschutzgesetzgebung die UmsÀtze und ArbeitsplÀtze von Werbetreibenden bedroht.
Mit einem dramatischen Appell wendet sich die hiesige Werbewirtschaft an fĂŒhrende bundesdeutsche Politiker. In einem Schreiben warnte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW [1]) vor "groĂen SchĂ€den fĂŒr Medien, Druckindustrie, Post, Adressunternehmen und Dialogagenturen durch ĂŒberzogenen Datenschutz".
Ursprung fĂŒr die Sorge des ZAW ist die AnkĂŒndigung [2] eines Gesetzesentwurfs, demzufolge BundesbĂŒrger der Weitergabe ihrer Daten wie Anschrift und Alter kĂŒnftig ausdrĂŒcklich einwilligen mĂŒssen. Ein entsprechender Entwurf soll Ende November dem Bundesrat vorgelegt werden. Der ZAW schĂ€tzt "das politisch bedrohte Umsatzvolumen fĂŒr die einzelnen Wirtschaftsstufen der Direktwerbung auf fĂŒnf Milliarden Euro."
"Die Politik orientiert sich an Kriminellen, die illegal mit Daten handeln. Dieser einseitige Blick aber wĂŒrde ArbeitsplĂ€tze und Betriebe vernichten, Verbraucher schĂŒtzende Effekte durch werbenden Wettbewerb behindern und die Versorgung der Kunden mit erwarteten Produkt- und Dienstleistungsinformationen abschalten", sagte ein ZAW-Sprecher in Berlin. (hob [3])
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[2] https://www.heise.de/news/Bundesrat-fuer-mehr-Datenschutz-in-der-Wirtschaft-207040.html
[3] mailto:hob@ct.de
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