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Webportale experimentieren mit Online-Fernsehen

Herbert Braun

Mit seinem angekündigten Filmkanal konkurriert AOL mit MSN und Yahoo im neuen Internet-Wachstumsmarkt Online-Videos.

AOL [1] hat für die nächsten Wochen einen Online-Video-Kanal angekündigt. Ähnlich wie im Fernsehen sollen die übertragenen Filme durch Werbeeinblendungen finanziert werden. Ein Teil der Filme soll dagegen für AOL-Mitglieder reserviert bleiben. Schon jetzt bietet AOL unter movies.channel.aol.com [2] Trailer und Berichte an. Als Tochtergesellschaft des Medienkonzerns TimeWarner [3] hat der Internet-Provider Zugriff auf viele Filmrechte.

Die Verbreitung von schnellen Internetzugängen -- allein in den USA gibt es 30 Millionen Breitbandanschlüsse -- hat offenbar die kritische Masse für kommerzielle Anbieter erreicht. Online-Videos finden eine immer größere Akzeptanz beim Publikum. AOL tritt auf diesem Markt vor allem gegen die Film-Kanäle von MSN [4] und Yahoo [5] an. Auch andere Firmen wie Amazon.com [6] oder das Wall Street Journal [7] versuchen, durch Filme ihre Websites aufzuwerten.

AOLs Videoangebot ist Teil der neuen Konzernstrategie [8], sich durch attraktiven Content anders auf dem Markt zu platzieren. Der Provider hat mit sinkenden Kundenzahlen zu kämpfen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat AOL im zweiten Quartal 2004 allein in den USA zwei Millionen Kunden verloren und versorgt dort nur noch 23,4 Millionen Nutzer mit einem Internetanschluss. (heb [9])


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https://www.heise.de/-116945

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.aol.com
[2] http://movies.channel.aol.com
[3] http://www.timewarner.com
[4] http://video.msn.com
[5] http://movie.yahoo.com
[6] http://www.amazon.com
[7] http://online.wsj.com/public/page/0,,8_0000,00.html
[8] http://www.contentnext.com/2004/11/aols-restructuring-excruciating.html
[9] mailto:heb@ct.de