Vorstellung: BMW M4 CS

BMW verschärft die M4-Palette. Der M4 CS (Clubsport) soll dynamischer als der M4 mit Competition-Paket sein, aber nicht ganz so kompromisslos für die Rennstrecke konzipiert wie der M4 GTS. Doch der Preis dafür ist hoch

vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen
BMW M4 CS

(Bild: BMW)

Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Christian Lorenz
Inhaltsverzeichnis

BMW verschärft die M4-Palette. Der M4 CS (Clubsport) soll dynamischer als der M4 mit Competition-Paket sein, aber nicht ganz so kompromisslos für die Rennstrecke konzipiert wie der M4 GTS. Die Bezeichnung hat eine Vorgeschichte: Es gab im Oktober 2015 schon einmal einen GTS, der auf eine Kleinserie von 700 Stück beschränkt und sofort ausverkauft war. Der neue M4 CS wird laut BMW im Zeitraum zwischen 2017 und 2019 gebaut und ist ebenfalls limitiert. BMW geht hier also einen Zwischenweg zwischen Kleinserie und unlimitierter Modellvariante.

Mit 460 PS leistet der Dreiliter-Biturbo im M4 CS gerade einmal 10 PS mehr als im M4 mit Competition-Paket. Der reguläre M4 hat 431 PS. Der Neue bleibt damit bei der Beschleunigung auf 100 km/h knapp unter vier Sekunden. Mit 3,9 Sekunden ist er jetzt auf dem gleichen Niveau wie die 50 PS stärkere Giulia Quadrifoglio Limousine von Alfa Romeo. Der M4 CS läuft maximal 280 km/h schnell. Während für die übrigen Modelle die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit von 250 auf 280 km/h mit dem 2450 Euro teuren M-Driver‘s Paket dazugekauft werden muss, ist sie beim M4 CS serienmäßig. Gleiches gilt für das Siebengang-M-Doppelkupplungsgetriebe (DKG), das normalerweise 3900 Euro Aufpreis kostet.

Vorstellung: BMW M4 CS (6 Bilder)

BMW positioniert den M4 CS (Clupsport) über dem M4 mit Competion-Paket. Hinsichtlich der Leistung nur etwas, hinsichtlich des Preises heftig.
(Bild: BMW)

Das maximale Drehmoment beträgt beim M4 CS 600 Nm bei 4000/min, während M4 und M4 Competition 450 Nm erreichen, allerdings schon bei 1850/min (M4) bzw. 2350/min (M4 Competition). Die M-GmbH stimmt den Reihensechszylinder-Motor mit zwei Mono-Scroll-Turboladern, Direkteinspritzung High Precision Injection, variabler Ventilsteuerung (Valvetronic) und variabler Nockenwellensteuerung auf Ein- und Auslassseite (Doppel-Vanos) konsequent bei jeder Leistungsstufe spitzer ab. Beim schnellen Fahren zählt hohe Drehfreude mehr als bulliges Drehmoment im Drehzahlkeller. Anders als beim M4 GTS, der mit einer aufwendigen Wassereinspritzung bestückt wurde, halten sich die Modifikationen am Motor beim M4 CS in einem vergleichsweise konservativen und unspektakulären Rahmen. Der Verbrauch im NEFZ liegt 8,4 Litern nur geringfügig über M4 und M4 Competition mit DKG (beide 8,3 l/100 km).

Der M4 CS ist wie der Competion serienmäßig mit dem adaptiven M-Fahrwerk ausgestattet, das laut BMW aber nochmals sportlicher ausgelegt wurde. Carbon-Keramik-Bremsen kosten jedoch hier wie dort Aufpreis. Nur der M4 CS bekommt den Frontsplitter aus Carbon. Er soll mit dem von dem BMW M4 GTS übernommenen Heckdiffusor und der ebenfalls neu gestalteten, aus Carbon gearbeiteten Abrisskante auf dem Heckdeckel den Auftrieb weiter reduzieren. Vom M4 GTS übernommen wurden die Heckleuchten in OLED (Organic Light Emitting Diode).

Das Interieur bekam Sportsitzen mit Leder-Alcantara-Bezügen und aus Naturfasern hergestellte Türverkleidungen mit Zuziehschlaufen spendiert. Gegen Zuzahlung ist auch ein Lenkrad mit Alcantara-Bezug erhältlich. Der Preis für den M4 CS beträgt 116.900 Euro. Ein heftiger Zuschlag, wenn man sich vor Augen führt, dass ein M4 mit Competition-Paket und Doppelkupplungsgetriebe ab 88.290 zu haben ist. Absatzsorgen muss sich BMW wohl trotzdem nicht machen – der M4 CS wird seine Käufer finden. (imp)