Virtuelle Rechner: Die nÀchste VMware-Generation
VMware hat die nÀchste Generation seiner Virtualisierungslösung, den VMware ESX Server 3 und das VMware VirtualCenter 2 vorgestellt.
VMware [1], Hersteller von Virtualisierungsprodukten, hat im Vorfeld der Veranstaltung VMworld [2] in Las Vegas die nĂ€chste Generation seiner Virtualisierungslösung, den VMware ESX Server 3 und das VMware VirtualCenter 2 vorgestellt. VMware ESX-Server ist die Highend-Lösung der Produktlinie von VMware und kommt hauptsĂ€chlich in kritischen Produktionsumgebungen und in Rechenzentren zum Einsatz, um physische Server zu virtualisieren. VMware VirtualCenter ist eine Managementsoftware, welche virtuelle Maschinen auf verschiedenen Hosts bereitstellt, steuert, ĂŒberwacht und einheitlich verwaltet.
Die neuen Features des ESX Server 3 sind unter anderem eine Erweiterung des nutzbaren Hauptspeichers von bisher maximal 3,6 GByte auf maximal 16 GByte fĂŒr die virtuellen Maschinen, Vier-Wege-Virtual-SMP [3] (bisher maximal Zwei-Wege) und eine UnterstĂŒtzung von iSCSI- und NAS [4]-Speichern (bisher nur SCSI-DAS und SAN [5]).
Weiterhin sollen die "Distributed Availability Services" AusfĂ€lle laufender virtueller Maschinen erkennen und diese auf einem alternativen ESX Server-Host automatisch neu starten. Damit können herkömmliche Cluster-Lösungen ergĂ€nzt oder sogar ersetzt werden. Bisher fehlte eine solche direkte UnterstĂŒtzung fĂŒr VMs in hochverfĂŒgbaren Produktionsumgebungen.
Das ebenfalls neue "Distributed Resource Scheduling" verwendet die schon etablierten Produkte VMotion und VirtualCenter, um die Arbeitsbelastung virtueller Maschinen kontinuierlich mittels Load-Balancing auf mehrere ESX Server-Hosts zu verteilen. Ăberschreitet die Last laufender VMs auf einem Host bestimmte Werte, so werden virtuelle Maschinen automatisch auf weniger ausgelastete Hosts verschoben, ohne dass die Arbeit der VMs unterbrochen wird.
VMware ESX Server 3 und VMware VirtualCenter 2 stehen derzeit einem begrenzten Anwenderkreis fĂŒr Betatests zur VerfĂŒgung. Ein öffentliches Betatestprogramm soll gegen Ende des Jahres beginnen, die Software wird im ersten Quartal 2006 allgemein kommerziell verfĂŒgbar sein.
Der aktuelle Virtual Infrastructure Node (VIN) fĂŒr ESX Server, bestehend aus ESX Server mit Virtual SMP und einem VirtualCenter-Agent mit VMotion-Technologie, ist ab 5.000 US-Dollar erhĂ€ltlich. Die fĂŒr VMotion, "Distributed Availability Services" und "Distributed Resource Scheduling" zusĂ€tzlich notwendige Lizenz des "VMware Virtual Center Management Server" kostet ebenfalls rund 5000 US-Dollar.
Derzeitige Anwender von ESX Server, Virtual SMP, VirtualCenter und VMotion mit aktivem Support- und Update-VertrĂ€gen können die neuen Versionen kostenlos erhalten, sobald diese kommerziell verfĂŒgbar sind. Die "Distributed Availability Service" und das "Distributed Resource Scheduling" werden als Add-on-Module zur VerfĂŒgung gestellt. (Sven Ahnert) / (axv [6])
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[2] http://www.eventreg.com/vmworld2005/welcome.htm
[3] http://www.heise.de/glossar/entry/Symmetric-Multi-Processing-396573.html
[4] http://www.heise.de/glossar/entry/Network-Attached-Storage-396743.html
[5] http://www.heise.de/glossar/entry/Storage-Area-Networks-396745.html
[6] mailto:axv@ct.de
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