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VerlustgeschÀft: EMI schreibt rote Zahlen

Rebecca Stolze

EMIs jetzt veröffentlichter GeschĂ€ftbericht verzeichnet einen der grĂ¶ĂŸten Verluste einer mit privatem Beteiligungskapital gefĂŒhrten Firma.

Die Maltby Holding, die von der Terra-Firma eigens fĂŒr die Übernahme der EMI-Group [1] 2007 gegrĂŒndet wurde, legt jetzt die Zahlen fĂŒr das letzte GeschĂ€ftsjahr (Ende MĂ€rz 2009) vor. Die weisen einen konzernweiten Vorsteuerverlust von 1,75 Milliarden Pfund (rund 2 Milliarden Euro) aus – die Nettoverluste belaufen sich auf 1,567 Milliarden Pfund. Die grĂ¶ĂŸten Probleme der Gruppe, bestehend aus EMI Music [2] und EMI Publishing, bereitet die Musiksparte, wĂ€hrend EMI Publishing [3] gut aufgestellt sein soll. Details zur Umsatz- und Ertragslage im laufenden GeschĂ€ftsjahr nennt die Firma bislang nicht.

Schon Ende MĂ€rz 2010 steht dem Unternehmen eine neue PrĂŒfung der Kreditauflagen durch die Citigroup bevor. Um diese zu bestehen soll Guy Hands, GrĂŒnder der Terra-Firma, seine Investoren bereits um eine einmalige Finanzspritze von 100 bis 120 Millionen Pfund gebeten haben. Trotz der UnterstĂŒtzung könnte EMI Music das vorgeschriebene Einnahme-Schulden-VerhĂ€ltnis verfehlen. Britische Medien, unter anderem der Guardian [4] fĂŒrchten schon die Übernahme des traditionsreichen Labels durch amerikanische Banker. (rst [5])


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[1] http://www.emigroup.com/Default.htm
[2] http://www.emimusic.de/
[3] http://www.emimusicpub.com/
[4] http://www.guardian.co.uk/
[5] mailto:rst@ct.de