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Verbraucherschützer fordert Dividenden-Zahlung von Microsoft

Wolfgang Stieler

Einmal mehr nimmt Verbraucherschützer Ralph Nader seinen Lieblingsfeind Microsoft ins Visier.

Nun mischt sich auch Ralph Nader [1] in die Diskussion um Rücklagen und Dividenden [2] bei Microsoft ein: Einmal mehr nimmt der Verbraucherschützer Ralph Nader seinen Lieblingsfeind Microsoft ins Visier. Der Software-Gigant soll, weil er seit Jahren trotz satter Profite [3] keine Dividende ausschüttet, gegen das US-Steuerrecht verstoßen haben. Nach einem Bericht des Wall Street Journal hatte Nader diesen Vorwurf in einem Brief an Microsoft-Präsident Bill Gates erhoben.

Microsoft zahle keine Dividende, weil die großen Aktionäre -- allen voran Microsoft-Gründer Bill Gates -- auf diese Weise ihre Steuerlast minimieren würden, meint Nader. Auf diese Weise hätte der Konzern mittlerweile die gigantische Summe von 36 Milliarden US-Dollar angehäuft. Der Konzern sei aber nach US-Steuerrecht verpflichtet, die accumulated earnings tax [4] von 39,6 Prozent zu bezahlen.

Microsoft wies die Vorwürfe zurück und erklärte, das US-Steuerrecht erkenne das Bedürfnis von Firmen an, Rücklagen zu bilden. Insbesondere im Hightech-Bereich sei es durchaus üblich, größere Rücklagen zu bilden, um die geschäftlichen Interessen wahren zu können. (wst [5])


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https://www.heise.de/-54758

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Forum-diskutiert-Strafen-gegen-Microsoft-11453.html
[2] https://www.heise.de/news/Anleger-fordern-von-Microsoft-Dividenden-Ausschuettung-Update-54100.html
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-hat-sich-verspekuliert-55288.html
[4] http://www.irs.gov/plain/forms_pubs/pubs/p54208.htm
[5] mailto:wst@technology-review.de