Ungewisse Zukunft für Tauschbörse Kazaa
Möglicherweise wird sich auch der neue Besitzer der Internet-Tauschbörse Kazaa vor einem US-Gericht gegen Vorwürfe der Musikindustrie verteidigen müssen.
Möglicherweise wird sich auch der neue Besitzer der Internet-Tauschbörse Kazaa [1], Sharman Networks, vor einem US-Gericht gegen Vorwürfe der Musikindustrie verteidigen müssen. US-Richter Stephen Wilson will innerhalb der nächsten Wochen darüber urteilen, ob die US-Justiz für diesen Fall zuständig ist -- nach einer Anhörung gab der Richter jedoch noch kein Urteil ab.
Die juristischen Fragen in diesem Fall sind weitreichend, denn Sharman Networks hat den Firmensitz in Australien und ist im südpazifischen Inselstaat Vanuatu [2] registriert. Nach US-Medienberichten soll der Richter jedoch von dem Argument der klagenden Musikindustrie, Kazaa habe in den USA etwa 21 Millionen registrierte Nutzer, beeindruckt gewesen sein.
Der Entwickler von Kazaa hatte die Domain Kazaa.com samt seiner Tauschbörse Anfang Januar an die australische Firma Sharman Networks verkauft [3]. Die ursprünglichen Betreiber der auf Fasttrack-Technik aufsetzenden Tauschbörsen -- Kazaa, StreamCast (Morpheus) und Grokster -- stehen bereits seit März [4] vor Gericht -- was teilweise zu finanziellen Schwierigkeiten [5] für die Beklagten führte. (wst [6])
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[1] https://www.heise.de/news/Microsoft-nutzt-KaZaa-als-PR-Plattform-68877.html
[2] http://www.vanuatu.net.vu/VanuatuOnlineDirectory.html
[3] https://www.heise.de/news/KaZaA-Software-wieder-online-48750.html
[4] https://www.heise.de/news/FastTrack-P2P-Boersen-vor-Gericht-58813.html
[5] https://www.heise.de/news/Kazaa-vor-dem-Aus-60985.html
[6] mailto:wst@technology-review.de
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