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Ubuntu-Chef: Apple schnappt sich Saphirglasbestand der nÀchsten drei Jahre

Ben Schwan

In einem AnalystengesprĂ€ch hat sich Canonical-CEO Mark Shuttleworth zum geplanten Ubuntu-Smartphone Edge geĂ€ußert. Das Display könne nicht mit dem Spezialglas ausgestattet werden, weil sich der iPhone-Hersteller mehrere Jahresproduktionen gesichert habe.

Das trotz fehlgeschlagener Crowdfunding-Kampagne [1] weiterhin geplante Ubuntu-Smartphone Edge [2] wird voraussichtlich keine kratzfeste BildschirmoberflĂ€che aus Saphirglas bekommen. Das rĂ€umte Canonical-CEO Mark Shuttleworth in einer Telefonkonferenz mit Analysten [3] ein, von der das Blog GigaOm berichtet. In dem GesprĂ€ch wurde Shuttleworth deutlich, woran das liegt: "Apple hat gerade den gesamten Dreijahresvorrat des Saphirglasbildschirms aufgekauft, den wir fĂŒr das Edge haben wollten."

Das Edge sollte mit einem 4,5-Zoll-Display ausgeliefert werden, aktuell nutzt Apple fĂŒr das iPhone 5 einen Schirm mit 4-Zoll-Diagonale. Es gibt aber beharrliche GerĂŒchte [4], wonach der Konzern noch in diesem Jahr Smartphones mit grĂ¶ĂŸerem Bildschirm auf den Markt bringen könnte. Apple hatte im vergangenen Jahr eine große Kooperation mit dem Saphirglasspezialisten GT Advanced Technologies angekĂŒndigt [5], die noch im Februar in Arizona beginnen soll.

Smartphones mit Ubuntu-OberflÀche.

Smartphones mit Ubuntu-OberflÀche.

(Bild: Hersteller)

Die dort geplanten KapazitĂ€ten sollen AnalystenschĂ€tzungen zufolge gigantisch sein [6], angeblich kann die Fabrik in Mesa bis zu 200 Millionen BildschirmglĂ€ser mit 5-Zoll-Diagonale im Jahr liefern. Ob Canonical fĂŒr das Edge auch bei GT Advanced Technologies kaufen wollte, ist nicht bekannt.

Canonical arbeitet derzeit weiter am hauseigenen Edge. Der Ubuntu-Sponsor teilte aber auch mit [7], dass mehrere GerĂ€te mit Ubuntu Touch / Ubuntu for phones von Lieferanten wie Meizu und bq auf den Markt kommen werden. Dies ist noch fĂŒr 2014 geplant. Canonical hatte fĂŒr das High-End-GerĂ€t Ubuntu Edge voriges Jahr versucht, bis zu 32 Millionen US-Dollar ĂŒber eine großangelegte Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo [8] einzuwerben, erhielt dann aber nur rund 12,8 Millionen [9]. Die Stifter sollen ihr Geld mittlerweile wieder zurĂŒckerhalten haben. (bsc [10])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2119325

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Geld-zurueck-Crowdfunding-Kampagne-fuer-Smartphone-Ubuntu-Edge-verfehlt-Ziel-1940138.html
[2] https://www.heise.de/news/Canonical-Crowdfunding-Kampagne-fuer-das-Ubuntu-Smartphone-1921483.html
[3] http://gigaom.com/2014/02/19/canonicals-mark-shuttleworth-apple-just-bought-up-a-3-year-supply-of-sapphire-displays/
[4] https://www.heise.de/news/Beharrliche-Geruechte-zu-iPhone-mit-groesserem-Display-2111985.html
[5] https://www.heise.de/news/Apple-will-Saphirglasfabrik-moeglichst-schnell-in-Betrieb-nehmen-2101074.html
[6] https://www.heise.de/news/Saphirglasproduktion-Apple-plant-offenbar-fuer-riesige-Kapazitaeten-2108025.html
[7] https://www.heise.de/news/Ubuntu-Smartphones-sollen-noch-2014-von-Meizu-und-bq-kommen-2118996.html
[8] http://www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge
[9] https://www.heise.de/news/Geld-zurueck-Crowdfunding-Kampagne-fuer-Smartphone-Ubuntu-Edge-verfehlt-Ziel-1940138.html
[10] mailto:bsc@heise.de