Uber bietet angeblich drei Milliarden US-Dollar für Nokia-Kartendienst
(Bild: Nokia Here)
Nun steigt offenbar auch der Fahrdienst-Vermittler Uber in das Rennen um Nokias Kartendienst Here ein. Einem Zeitungsbericht zufolge bietet das Unternehmen drei Milliarden US-Dollar. Das kommt Nokias Vorstellungen ziemlich nahe.
Der umstrittene [1] Fahrdienst-Vermittler Uber bietet laut einem Zeitungsbericht bis zu drei Milliarden US-Dollar für Nokias Kartendienst Here. Auch die Autobauer BMW, Audi und Mercedes-Benz bereiteten ein Gebot vor, meldet die New York Times [2] unter Berufung auf informierte Personen. Die deutschen Marken wollten sich mit der chinesischen Internet-Firma Baidu verbünden, hieß es wie schon vor einigen Tagen im Wall Street Journal.
Ein Uber-Gebot von drei Milliarden Dollar könnte den Kaufpreis in die Nähe von Nokias Vorstellungen schieben. Aktuell wären das umgerechnet 2,67 Milliarden Euro – und der finnische Konzern strebt nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg bis zu drei Milliarden Euro an [3]. Facebook wurde ebenfalls bereits als möglicher Käufer genannt. Zudem soll Nokia auch Apple angesprochen haben.
Nokia hatte sich nach dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft vor allem auf das Geschäft mit Ausrüstung für Telekommunikations-Netze konzentriert. Der Kartendienst ist das zweite, wenn auch deutlich kleinere Standbein. Jetzt will Nokia mit der Milliarden-Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent zum weltgrößten Netzwerk-Ausrüster werden – und den Zukauf auch durch den Verkauf von Here finanzieren. Es werde damit gerechnet, dass Nokia den Deal Ende Mai abschließen kann, erklärt die New York Times. (mho [4])
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[1] https://www.heise.de/news/Wieder-Schlappe-vor-Gericht-Uber-bleibt-in-Berlin-verboten-2610404.html
[2] http://www.nytimes.com/2015/05/08/business/uber-joins-the-bidding-for-here-nokias-digital-mapping-service.html?ref=technology&_r=1
[3] https://www.heise.de/news/Nokia-hofft-bei-Karten-Verkauf-auf-Apple-Alibaba-und-Amazon-2617769.html
[4] mailto:mho@heise.de
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