US-Universität überwacht Campus-Netz wegen P2P-Tauschbörsen
Mit der Überwachungstechnik von Audible Magic soll die Tauschlust der Studenten an der University of Wyoming eingedämmt werden.
Die Universitäten in den USA gelten als Hauptbeteiligte am Peer-to-Peer-Tausch von Musik und Filmen über das Internet -- ein junges, medieninteressiertes Publikum an kostenlosen Breitbandzugängen. Seit Oktober vergangenen Jahres versuchen die Rechteinhaber auf die Universitätsdirektoren einzuwirken, schärfer gegen den Missbrauch der Universitäts-Netze vorzugehen. Die University of Wyoming arbeitet mit der kalifornischen Firma Audible Magic [1] zusammen, die ein System entwickelt hat, das urheberrechtlich geschützte Daten im Netzwerk erkennen kann.
Zu diesem Zweck wird der gesamte Netzwerkverkehr auf Router-Ebene überwacht -- alle Dateien, die per ftp oder Gnutella-Protokoll transportiert werden, stellt das System wieder her. Danach sorgt eine Fingerprinting-Technologie von Audible Magic dafür, dass geschützte Musikstücke automatisch erkannt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Daten lediglich protokolliert -- die Universitätsleitung setzt auf einen Abschreckungseffekt durch das Monitoring. Auch in Deutschland gibt es seitens der Medienbranche Bestrebungen, Tauschnetzwerke wie eDonkey überwachen zu lassen. (sha [2])
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