zurück zum Artikel

US-Senat will Browserbeschränkung bei Windows RT prüfen

Axel Kannenberg

In der letzten Woche kritisierte Mozilla, wie Microsoft die freie Browserwahl bei Windows RT einschränke. Berichten zufolge plant der US-Senat jetzt die Vorwürfe zu prüfen.

Ein Komitee des US-Senats [1] will offenbar prüfen, inwieweit Microsoft [2] Browser von anderen Anbietern unter Windows RT benachteiligt. Damit könnte der Softwarekonzern möglicherweise gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Das meldete [3] die Zeitung The Hill unter Bezug auf Quellen im Umfeld des Komiteevorsitzenden Herb Kohl [4]. Ein offizielle Bestätigung der Prüfung gegen Microsoft liegt bislang nicht vor, ebenso wenig eine Stellungnahme von Microsoft selbst.

Die Prüfung könnte eine Reaktion auf Vorwürfe [5] sein, die Mozilla-Sprecher in der letzten Woche gegen Microsoft gerichtet hatten: So privilegiere das für ARM-Prozessoren gedachte Windows RT den Internet Explorer [6] vor allen anderen Browserprogrammen – und das in beiden Desktop-Umgebungen, die das Betriebssystem bieten soll. In der Windows-Classic-Umgebung lasse Microsoft keine anderen Browser zu. Und in der Metro-Umgebung mit den charakteristischen Kacheln sei der Zugriff auf APIs (Programmierschnittstellen) derart eingeschränkt, dass keine konkurrenzfähigen Produkte entwickelt werden könnten. Google hatte kurz darauf in die Kritik der Firefox-Macher eingestimmt. (axk [7])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1574925

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.judiciary.senate.gov/about/subcommittees/antitrust.cfm
[2] http://www.microsoft.com
[3] http://thehill.com/blogs/hillicon-valley/technology/226825-overnight-tech-judiciary-staffers-to-look-at-microsoft-competition-allegations
[4] http://www.kohl.senate.gov/
[5] https://www.heise.de/news/Mozilla-kritisiert-Microsofts-Browserpolitik-fuer-ARM-Geraete-1572320.html
[6] http://windows.microsoft.com/de-DE/internet-explorer/products/ie/home
[7] mailto:axk@heise.de